| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
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vom 04.05.1999
Pilot-Konditionierungsanlage
Gorleben - eine Mogelpackung
| "Das Bundesumweltministerium hat
sich mit der Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) in Gorleben abgefunden und wird in das
laufende Genehmigungsverfahren nicht eingreifen." Diesen Schluß zieht die
Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg aus dem Statement Wolfgang
Rennebergs, des Leiters der kerntechnischen Abteilung in Bonn. Renneberg sieht zwar keinerlei Funktion der PKA hinsichtlich der endlagerfertigen Verpackung von Atommüll, meinte aber, die PKA könne eine Service-Funktion für das Brennelementzwischenlager übernehmen. "Damit redet Rot-Grün in Bonn einen Betriebszweck der PKA herbei, wo zugleich überdeutlich wurde, daß die Anlage zum jetzigen Zeitpunkt völlig unnütz ist, weil bisher weder eine endgültige Festlegung des Endlagergesteins noch des -standortes erfolgte," wirft BI-Sprecher Wolfgang Ehmke den Bonnern vor. "Kräftigstes Argument" der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), der PKA-Bauherrin, seien allein die 800 Millionen DM Investitionssumme. Die GNS wolle deshalb eine Genehmigung "für alle Fälle". Die Gorleben-Gegner/innen halten dagegen, daß die angestrebte "Optimierung der Zwischenlagerung" als neuem Betriebszweck einzig auf noch mehr Castortranporte nach Gorleben, ein ständiges Um- und kompakteres Beladen von Großbehältern, die dann im Zwischenlager aufgestellt würden, hinausliefe. Mit einer "Pilot"anlage oder "Konditionierung" habe das nichts mehr zu tun, faßt die BI zusammen. Eine Genehmigung der Atommüllfabrik würde mit Sicherheit den heissen Betrieb nach sich ziehen, auch wenn die GNS heute das Gegenteil behaupte und derzeit ohne hochradioaktive Brennelemente mögliche künftige Betriebsabläufe üben wolle. Das niedersächsische Umweltministerium als Genehmigungsbehörde müsse die Zustimmung zur "Mogelpackung PKA" versagen.
Wolfgang Ehmke 040 /439 84 75 |
Bearbeitet am: 04.05.1999/ad