| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
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vom 24.04.1999
Demonstration am 26. April um 19 Uhr vor dem
Gorlebener Zwischenlager
13. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl -
Risiko einer neuenNuklearkatastrophe durch Kosovo-Krieg
| Am 26.04. jährt sich zum 13. Mal die Reaktorkatastrophe von
Tschernobyl. Mit der NATO-Bombardierung von Belgrad, wo sich zweiAtomforschungsreaktoren
und ein Atommüllzwischenlager im unmittelbaren Zielgebiet befinden, ist das Restrisiko einer großflächigen radioaktiven Verseuchung mit vielen Opfern noch einmal gestiegen. Hinzu kommt der geplante Einsatz von sogenannter Uranmunition durch NATO-Truppen (verantwortlich für das sogenannte "Golfkriegssyndrom" mit allein 4.000 Strahlentoten innerhalb der US-Streitkräfte). Diese Munition wird aus abgereichertem Uran-238 hergestellt, das wiederum als Abfallprodukt bei der Herstellung von Brennstäben für Atomkraftwerke anfällt. Die Bombardierung von Düngemittelfabriken, Raffinerien und anderen chemischen Anlagen im ehemaligen Jugoslawien hat in den vergangenen Wochen zu Tod und Flucht von vielen Zivilisten geführt. Die damit einhergehende langfristige Verseuchung der Umwelt wird in Zukunft eine hohe Zahl an Ofern, sowohl unter der kosovarischen wie unter der serbischen Zivilbevölkerung, fordern. "Sowenig wie eine ´zivile Nutzung der Atomenergie´ gibt es einen ´humanitären Krieg´", stellt die Bürgerinitiative fest und ruft zu einer Demonstration am Montag, den 26. April um 19 Uhr vor dem Gorlebener Zwischenlager auf. "Wir können nicht allein der Opfer der einenKatastrophe gedenken, wenn die nächste bereits im Gange ist", erklärt die BI-Vorsitzende Susanne Kamien." Deshalb sei diese Anti-Atomkraft-Demonstration auch eine Demonstration gegen den Krieg im Kosovo und für die Rückkehr zu politischen Verhandlungen. Mathias Edler (O5863 / 788 oder 0511 / 17973) |
Bearbeitet am:24.04.1999 /ad