| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
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vom 23.04.1999
Tschernobyl-Jahrestag: Aufruf der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg zur Verhinderung weiterer Atomtransporte
| Wie steht es 13 Jahre nach Tschernobyl um den Atomausstieg? Diese Frage
wird anläßlich des "Tschernobyljahrestages" - am 26. April 1986 war es in der
Ukraine zu einem folgenschweren atomaren Störfall gekommen - auf zahlreichen
Veranstaltungen aufgeworfen. "Rot-Grün in Bonn war mit dem Ziel des Atomausstiegs
angetreten, heute sollen die zwei ukrainischen Atomkraftwerke Khmelnitzki-2 und Rowno-4
mit bundesdeutscher Zustimmung zur Kreditvergabe der Europäischen Bank für Wiederaufbau
und Entwicklung (EBRD) fertiggestellt werden", kritisiert die Bürgerinitiative
Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg. "Die bundesdeutsche Ausstiegsdebatte liegt zugleich auf Eis", konstatieren die Lüchow-Dannenberger Atomkraftgegner/innen. Zu befürchten sei gar im Laufe des Jahres die Wiederaufnahme von Castortransporten aus den deutschen Atommeilern in die französische Wiederaufarbeitungsanlage La Hague sowie die Anlieferung hochradioaktiver Abfälle aus La Hague im Zwischenlager Gorleben. Am kommenden Wochenende sind BI-Vertreter/innen als Demo-Redner und Diskussionsteilnehmer sehr gefragt: Francis Althoff wird auf einem internationalen Meeting am AKW-Komplex Cattenom (Frankreich) und am Grenzübergang Perl-Apach gegen die WAA-Transporte demonstrieren. Dort wird unter dem Motto "Gib Stoff" das längste Anti-Atom-Transparent der Welt entrollt. Teile des Transparents wurden auf der Anti-PKA-Demo in Gorleben im Februar gemalt. Birgit Huneke wird für die BI auf einer Kundgebung in Freiburg (Breisgau) sprechen, und Wolfgang Ehmke bilanziert das Scheitern des Atomausstiegs auf der Jahrestagung der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) in Ilmenau (Sachsen). "Diese Gelegenheit, bereits jetzt bundesweit unsere Aktionsideen gegen weitere Castortransporte zu propagieren, werden wir uns nicht entgehen lassen", sagte BI-Sprecher Ehmke. Wolfgang Ehmke 040/ 439 84 75 |
Bearbeitet am: 23.04.1999/ad