| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
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vom 03.04.1999
Kritik von BI an Baake
"Entsetzt" über Baake-Deutung
| Will die Bundesregierung statt des Atomausstieges eine neue
Atomanlage genehmigen, fragte Torsten Koopmann in Namen der Bürgerinitiative den Bonner
Umwelt-Staatssekretär Baake? Die ausweichenden Antworten am vergangen Samstag in Platenlaase lassen nur den Schluß zu, dass die rot-grüne Bundesregierung unter der Federführung des grünen Bundesumweltministeriums die Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) in Betrieb gehen lassen will. Die Bürgerinitiative erinnerte den Staatssekretär per Brief daran, dass mit der PKA angeblich eine Versuchsanlage beantragt sei und nicht eine letztlich kommerzielle Behandlungsanlage wie die Pilot-Konditionierungsanlage, wie die PKA von Rainer Baake genannt wurde. Diese Umdeutung läßt nichts Gutes erahnen. Ich erwarte von der Bundesregierung, dass sie uns offen und ehrlich sagt, was sie am Standort Gorleben vorhat, statt uns mit nebulösen Aussagen für dumm verkaufen zu wollen," sagte ein BI-Vertreter Bisher war von einer Anlage die Rede, in der versuchsweise Atommüll endlagergerecht verpackt werden sollte. Wenn jetzt der Zweck der PKA allein auf die Optimierung der Zwischenlagerung hinausläuft, so entspricht das nicht mehr dem ursprünglichen Antrag der GNS (Gesellschaft für Nuklearservice). Der Charakter der ganzen Anlage wird sich dadurch verändern und würde zumindest ein neues Genehmigungsverfahren voraussetzen. Die Bürgerinitiative erwartet daher eine Antwort auf die Fragen, was in der PKA nach den Plänen der neuen Bundesregierung technisch durchgeführt werden soll und welche Belastungen auf die Bevölkerung dadurch zukommen werden? Torsten Koopmann (01 70) 4 76 46 84 |
Bearbeitet am: 03.04.1999 /ad