| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
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vom 01.04.1999
Kehrtwende Trittins
| Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" wird
es noch in diesem Jahr zu weiteren Atommülltransporten aus der französischen
Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) la Hague ins Zwischenlager Gorleben kommen, ab dem Jahr
2000 seien demnach von einer deutsch-französischen Arbeitsgruppe jährlich 2 Transporte
anvisiert worden. "Leider ist diese Nachricht kein Aprilscherz", kommentiert die
Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg diese Verabredung, " es ist
ein völlige Kehrtwende des grünen Umweltministers Jürgen Trittin, der noch zu Beginn
des Jahres gar das Verbot der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente gesetzlich
festschreiben wollte." " Wir begreifen diese Ankündigung als Kampfansage an den Gorleben-Widerstand und an die Anti-AKW-Bewegung insgesamt," sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. "Der Castor-Kontaminationsskandal ist nicht einmal aufgearbeitet, Behältertests haben nicht stattgefunden und die Frage, ob bei den Glaskokillentransporten wegen der mangelhaften Abschirmung der Behälter im Deckelbereich unzulässig starke Strahlung herrscht, ist unbeantwortet." Ohne Aussicht auf den Atomausstieg oder das Ende der Wiederaufarbeitung gebe es auch keinerlei Anlaß, diesen Transporten anders entgegen zu treten als unter der CDU-Regentschaft. Wolfgang Ehmke 040/ 439 84 75 od. 05863/1857 |
Bearbeitet am: 11.04.1999/ad