Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
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vom 30.03.1999

BI widerspricht Umweltminister Jüttner

Die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg widerspricht nachdrücklich den Äusserungen des niedersächsischen Umweltministers Jüttner, der bei seinem Gorleben-Besuch zu Beginn der Woche die Fortsetzung der Bauarbeiten im Endlagerbergwerk bis zum Jahr 2003 in Aussicht stellte.

"Für uns ist die Schmerzgrenze mit Ablauf des Jahres erreicht, weil die Genehmigungen für die Arbeiten auf der Endlagerbaustelle bis Jahresende befristet sind", sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Das Bundesumweltministerium sei bekanntlich gefordert, den Verlängerungsantrag zurückzuziehen. "Uns klingen auch noch die Worte Jürgen Trittins im Ohr, der bei seinem Wendlandbesuch vor einigen Wochen ankündigte, Ostern würde über das Moratorium entschieden sein", heißt es seitens der Gorleben-Gegner/innen.

Die BI fordert, die Prämisse des entschädigungsfreien Ausstiegs aus dem Projekt zu überdenken. Das Kostenargument - bislang seien in Gorleben 2,1 Milliarden DM ausgegeben worden - die Sicherheitsbedenken immer wieder in den Hintergrund treten lassen. "Am Ende darf der Atomausstieg bzw. das Ende des Endlagerprojekts nicht von finanziellen Interessen diktiert werden". Land und Bund seien bereits jetzt gefordert, konkrete Vorstellungen zur sozialen Abfederung der Bergleute zu entwickeln, um einer chaotischen Abwicklung entgegenzuwirken.

 Wolfgang Ehmke 040/ 439 84 75

Bearbeitet am: 30.03.1999/ad


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