Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
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vom 22.02.1999

Belagerung der Gorlebener Anlagen

"Wir müssen weiter auf die eigene Kraft vertrauen" , dessen sind sich die wendländischen AtomkraftgegnerInnen gewiß. Noch in diesem Jahr droht die Inbetriebnahme der ersten Atomanlage unter Rot-Grün - der Pilotkonditionierungsanlage (PKA) in Gorleben. Dort soll der strahlende Müll dichter verpackt werden, nicht etwa, damit er endlagerfähig wird, wie es der ursprüngliche Zweck dieser Anlage ist, sondern damit mehr davon ins Zwischenlager paßt. Das befürchtet die BI, denn wo und ob überhaupt ein Endlager in Betrieb geht, wissen auch die Betreiber nicht. Eine Verseuchung von Luft und Wasser wäre die Folge. Noch schieben sich Niedersachsens Umweltminister Jüttner und Bundesumweltminister Trittin gegenseitig die Verantwortung zu. Dies Ping-Pong-Spiel haben wir satt.

Die Glaubwürdigkeit der neuen Bundesregierung in Sachen Atomausstieg beweist sich nicht zuletzt an der Entscheidung für oder gegen die PKA. Und wir wissen, daß sich ohne Druck von unten oben nichts rührt", meint die BI, und ruft für den 27. Februar zu einer "Belagerung" der PKA auf. Um 11 Uhr geht es los mit einem Demozug ab Gedelitz, an dem sich auch wieder die Bauern mit ihren Treckern beteiligen. Unter dem Motto "Stoppt die Atommüllflut" werden Säcke genäht und mit Sand gefüllt. Live-Musik und eine Feuershow werden angekündigt. Für das leibliche Wohl wird gesorgt mit wendländischen Spezialitäten wie Pommes rot-grün. Geschickte HandwerkerInnen aus Ahaus und Greifswald haben ihr Kommen angekündigt. "Dieser Aktionstag soll das Startsignal sein für einen hoffentlich - heißen Ausstiegssommer", wünscht sich die BI.

Bearbeitet am: 22.02.1999/ad


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