Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
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vom 12.02.99

Wer ist nun zuständig für die Genehmigung der Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) in Gorleben? "Das Ping-Pong-Spiel zwischen Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) und seinem niedersächsischen Amtskollegen Wolfgang Jüttner (SPD), die beide ihre Kompetenz bestreiten, ist nur von Vorteil für die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), die noch im Sommer auf grünes Licht für den heißen Betrieb dieser Atommüllfabrik rechnet", kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg. Für die Atomkraftgegner/innen im Wendland ist die Sachlage eindeutig: "Der Vertrag zwischen der GNS und dem Land Niedersachsen, mit dem die niedersächsische Aufsichtsbehörde Schadensersatzansprüche der GNS an das Land wegen einiger Bauverzögerungen abwenden wollte, ist - wie Jürgen Trittin bei seinem Besuch im Wendland öffentlich bestätigte - in einigen Teilen rechtswidrig". Daraus folge, daß es Jürgen Trittin in der Hand habe, per Bundesweisung in das laufende Verfahren einzugreifen, bevor eine Genehmigung erteilt wird. Die BI verweist darauf, daß sowohl bei der Gutachterauswahl als auch mit Blick auf lange Stillstandszeiten der PKA, die absehbar seien, "weil es dort gar nichts zu tun gebe", Rechtsgrundsätze verletzt würden. "Bonn darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen."

 Wolfgang Ehmke 040/4398475

Bearbeitet am: 13.02.1999/ad


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