60-70AtomkraftgegnerInnen
besetzten seit heute 11.00 Uhr das Bundesbahngelände am Dannenberger Ostbahnhof zur
Erweiterung des Castorverladekrans.
Als Fax ging bei der Bürgerinitiative kurz nach 11.00 Uhr ein Schreiben der Besetzerlnnen
ein.
Darin fordern sie am Tag des
Beginns der rotgrünen Koalionsverhandlungen den Stopp aller Atomtransporte, den
sofortigen Ausstieg aus der Wiederaufarbeltung und das Abschalten aller Atomkraftwerke.
Die Bürgerinitiative unterstreicht
diese Forderung und ermahnt die künftige Bonner Regierung, bei Ihren Verhändlungen nicht
zu vergessen, daß einem politischen Wechsel nun auch ein energiepolitischer Wechsel
folgen muß.
Arbeitslosigkeit,
Transrapid, A 20 können nicht die allein die beherrschenden Themen bei den
Koalitionsgesprächen sein. Beim Kampf um die inisterInnenposten sollten
besonders die Grünen PolitikerInnen nicht vergessen, daß ihre Wurzeln in der
Anti-AKW- Bewegung liegen und daß für diese auch heute heißt:
Atomausstieg
sofort!
Kontakt Susanne Kamien
0171- 543 36 26
Stand 12 Uhr
Inzwischen sind es 90 AKW-GegnerInnen und die erste Hütte ist gebaut.
Stand 16:17:49 MEZ
Polizei geht in Dannenberg gegen AKW-Gegner vor
Lüchow, 2. Oktober (AFP) - Beamte von Polizei und Bundesgrenzschutz haben am Freitag eine
Demonstration von Atomkraftgegnern auf dem Castor-Verladegelände am Dannenberger
Ostbahnhof beendet. Wie ein Einsatz-Sprecher mitteilte, wurden die Personalien von rund 60
Demonstranten aufgenommen. Einige AKW-Gegner müßten möglicherweise mit
Schadensersatz-Anzeigen rechnen, da unter anderem ein Teil des Zauns um das Gelände
zerstört wurde. Die beiden von den Demonstranten errichteten
Bretterbuden wurden abgebaut. Polizei und BGS setzten 150 Beamte ein.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg forderte anläßlich der rot-grünen
Koalitionsverhandlungen in Bonn den Stopp aller Atomtransporte, den sofortigen Ausstieg
aus der Wiederaufarbeitung und das Abschalten aller Atomkraftwerke. Die künftige Bonner
Regierung sollte daran denken, daß einem politischen Wechsel "nun auch ein
energiepolitischer Wechsel folgen muß". Beim Gerangel um die Ministerposten sollten
besonders die Politiker der Grünen nicht vergessen, "daß ihre Wurzeln in der
Anti-AKW-Bewegung liegen". |