Lüneburger
Castor-Tage
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Diesmal sind es gleich 12 Castor-Behälter in einem Zug das dreckige Dutzend! Ab 11.11.02 soll der diesjährige Castortransport von La Hague nach Gorleben rollen, beladen mit hochradioaktivem Material, das über tausende von Jahren eine tödliche Bedrohung für Leben und Natur darstellt. Wie schon die letzten Jahre wird die todbringende Fracht von einem paramilitärischem BGS- und Polizeiaufgebot durch das Lüneburger Stadtgebiet ins Wendland begleitet. Wir werden den Castortransport In Lüneburg erwarten! Bereits Wochen vor dem Transport trifft die Bezirksregierung Lüneburg Entscheidungen über Camp- und Demonstrationsverbote und setzt durch die Allgemeinverfügung" das Versammlungs- und Demonstrationsrecht in der Nähe der Transportstrecke außer Kraft. In der Bezirksregierung sitzt auch der Führungsstab für die Koordination des gesamten Castortransportes, vor allem für die Logistik und Strategie des Polizei- und BGS-Einsatzes quer durch Deutschland bis in die Kartoffelscheune" nach Gorleben. So ist die Bezirksregierung Lüneburg maßgeblich daran beteiligt, wie der Castortransport trotz massiven Widerstand in der Region durchgesetzt wird. Sie ist mitverantwortlich für die gewalttätigen Ausschreitungen von Polizei und BGS. Wir werden die Bezirksregierung im Auge behalten! Lüneburg bietet auswärtigen Polizeieinheiten und BGS Unterschlupf und Ruhezonen in alten Kasernen, bevor sie ihren nächsten Einsatz gegen uns starten Wir werden sie nicht ruhen lassen! Lüneburg ist Knotenpunkt mehrerer Bundesstraßen. Die Bahnstrecken Hamburg - Hannover und Lüneburg Dannenberg sind gut zu erreichen! Die Lüneburger Hauptstraßen und die Ostumgehung beanspruchen Polizei und BGS für ihre Zwecke Nachschub, Schichtwechsel, Gefangenentransporte... Auch wir werden unterwegs sein!
Wir fordern den sofortigen Atomausstieg
Dass der verlogene Atomkonsens nichts weiter ist als die Garantie für den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken verdeutlicht mal wieder die abgekartete Laufzeitverlängerung für das älteste deutsche Atomkraftwerk Obrigheim. Jeder Castortransport verlängert die Betriebsdauer von Atomkraftwerken. Jeder Castortransport soll ein Entsorgungskonzept vortäuschen, das es weltweit nicht gibt. Jeder Castor-Transport bedeutet Ausnahmezustand, d. h. der Atomstaat zeigt sein Gesicht. Wochenlang behindern Polizeikonvois die Bundesstraßen, Castorstrecken und Dörfer werden von BGS und Polizei belagert, Ausweiskontrollen bei Spaziergängern vorgenommen und viele andere Schikanen. Es muß endlich Schluß sein damit, dass immer weiter tonnenweise Atommüll produziert wird und die schleichende Verseuchung immer weitergeht, ganz zu Schweigen von den zig Störfällen im Jahr und dem sogenannten Restrisiko der Atomanlagen. Es ist schlichtweg kriminell, dass weltweit Menschen und Regionen durch Uranabbau verseucht werden, damit Atomstrom produziert werden kann.
Der Castortransport ist für uns ein Ausdruck dieser menschenverachtenden Technologie und daher Grund, unseren Widerstand während der Lüneburger Castortage deutlich und mit Nachdruck zu demonstrieren! Termine und Infos für Lüneburg:
Aktionsbündnis Heidewerkstatt ViSdP: Conrad Müller, Katzenstr.2, 21335 Lüneburg |
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Bearbeitet am: 28.10.2002/ad