NIX MEHR!

AUCH WIR STELLEN UNS QUER!

Kein Castor-Transport von Rheinsberg nach Greiswald/Lubmin!

STOPP ALLER ATOMTRANSPORTE!!

Der geplante CASTOR-Transport im 2.Quartal diesen Jahres ans dem stillgelegten AKW Rheinsberg in das Zwischenlager Nord (ZLN) in Lubmin bei Greifswald ist der Auftakt für eine Vielzahl weiterer Atomtransporte. Dieser Transport bringt, keinen Sicherheitsgewinn. Dies bestätigt sogar der Betreiber. Im Gegenteil - jeder Atomtransport ist mit zusätzlichen Risiken verbunden.

Dies wird von den Betreibern erwartungsgemäß bestritten. Ein sachliches Argument für die Notwendigkeit der Transporte ist weit und breit nicht in Sicht. Der Atommüll muß nicht aus Rheinsberg nach Greifswald gebracht werden, damit dieser sicherer aufbewahrt werden kann. Die Gefahr wird lediglich von Rheinsberg nach Greifswald verschoben. Atompolitische Interessen, nicht sicherheitstechnische Notwendigkeiten, sind der wahre Grund für diese demokratiefeindlichen Polizeieinsätze!

So kann der Widerstand vor Ort getestet werden. Können solche Transporte im Osten ohne nennenswerte Reaktionen durchgeführt werden, ist die Entwicklung von Greifswald/Lubmin zu einem zweiten Bundes-Entsorgungszentrum wie in Gorleben besiegelt. Dieses zynische Ausspielen von Ost gegen West zeugt von Menschenverachtung und politischer Überheblichkeit von Bundes- und Landesregierungen. Der vollmundig verkündete "kontrollierte Rückbau bis zur grünen Wiese" soll suggerieren, daß Atomkraft und die FolgenausjahrelangemBetriebeinersolchenAnlagebeherrschbarsind.

Die"grüneWiese" bleibt doch ein frommer Traum. "Aus den Augen - aus dem Sinn" gilt für radioaktive Prozesse leider nicht. Der Abriß von Atomkraftwerken vermindert weder Menge noch Gefahr des Atommülls. Eine sichere Lösung für das Endlagerungsproblem ist weltweit nicht in Sicht. Den bundeseigenen Energiewerken Nord (EWN) geht es darum, möglichst billig und umfassend Meßdaten für planmäßige Abrisse von stillgelegten Atomkraftwerken zu sammeln. Mit solchen Erfahrungen kann die Technologie entwickelt werden, die gebraucht wird, um neue Atomanlagen auf alte Standorte zu bauen.

Der weltweite Atommarkt verspricht fette Gewinne in diesem Geschäft. Wir sind Teil eines Experimentes! Die radioaktive Kontaminierung während der Abrisse und der Transporte läßt sich nicht regional eingrenzen. Uns ist es deshalb wichtig, den vorhandenen regionalen Widerstand mit unseren Aktionen zu unterstützen und mit der jeweiligen Bevölkerung ins Gespräch zu kommen und sie für diese Risiken zu sensibilisieren. Wir werden zeigen, daß die Atomkraft auch in den neuen Bun'des. ländern keine Zukunft hat. Mit Phantasie und Entschlossenheit versuchen wir, den Transport schon im Vorfeld zu verhindern. Gelingt uns dies nicht, wollen wir den Transport zumindest aufhalten oder behindern, um den politischen Preis so hoch wie möglich zu schrauben. Wir wollen bei. unseren Aktionen keine Menschen gefährden oder verletzen! Wir suchen nicht die Auseinandersetzung mit der Polizei !

ALLE GEWALT GEHT VOM ATOMSTAAT AUS!

Ob Gorleben, Ahaus, Rheinsberg oder Greifswald - wir stehen zusammen!

WIR FORDERN DEN SOFORTIGEN AUSSTIEG AUS DER ATOMAREN SACKGASSE!


Weitere Infos über:

BI Kernenergie e.V. zur Förderung altemativer Energiekonzepte
c/o Dr. Rosemarie Poldrack,
Fleischerar.22,
17489 G-icifswald,
Tel./Fax: 03834/892150 oder Tel.:03834/894655
Fax.03834/894656

Diesen Aufruf unterstützen bisher:

BI Kernenergie Greifswald e.V.,Kirchlicher Umweltkreis Menz, Bündnis 90/DieGrünen LV Brandenburg, Koordinationskreis Siemens-Boykott Berlin, Atomkraftgegner Altmark und Anrainer, Atomplenuin Greifswald, Bündnis 90/Die Grünen LV Mecklenburg-Vorpommern weitere Unterstützerfinnen sind willkommen

v.i.S.d.P.: Arne Reyher, Pesialozzistraße 22, 17438 Wolgast

Bearbeitet am: 26.03.1998/ad


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