Flugblatt der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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Castortransporte stoppen – Atompolitik endlagern!

Auftaktdemo Gorleben 11. November, 13 Uhr

Unsere Stärke ist der Druck der Straße, nur so konnten wir bislang etwas bewegen. Wir sind Menschen, die Verantwortung für sich, nachfolgende Generationen und die Umwelt übernehmen und lassen uns nicht als „Chaoten“ kriminalisieren. Kriminell ist, unverantwortlich mit hochradioaktiven Stoffen für unüberschaubare Zeiträume Lebensbedrohungen zu schaffen und die Verursacher unter Polizeischutz zu stellen. Unsere Meinungsfreiheit und das Demonstrieren lassen wir uns durch die regelmäßig verhängten über 70 Kilometer langen Demonstrationsverbotszonen nicht verbieten und kämpfen entschlossen für unsere Grundrechte. Beteiligt euch bundesweit und zahlreich mit eurer Kreativität und Fantasie an den bunten und vielfältigen Protesten entlang der Transportstrecke an Schiene und Straße. atomkraft.jpg (6534 Byte)

Ab dem 11. November soll der nächste Transport von 12 hochradioaktiven Castorbehältern aus der Plutoniumfabrik La Hague mit einem gigantischem Polizeiaufgebot in das oberirdische Zwischenlager Gorleben durchgeknüppelt werden. Das Hin- und Herkarren von Atommüll bringt Keine Lösung des Entsorgungsproblems, sondern verschärft nur den Druck auf den maroden Gorlebener Salzstock als Endlagerstandort. Obwohl eine alternative Endlagerstandortsuche angekündigt ist, wird durch die Transporte versucht Gorleben per miltärischem Staatsakt mit Gewalt als Atommüllklo zu dem zu machen, was der Salzstock nachweislich nicht ist: Nämlich wasserdicht. Dabei ist seit den frühen 80er Jahren bekannt, dass der Salzstock ein Atommüllklo mit Spülung nach oben wäre. Täglich produzieren die bereits im „normalen Störfallbetrieb“ strahlenden Reaktoren weiter radioaktiven Müll. Auch nach dem Beinahe - GAU im schwedischen Reaktor Forsmark schalten die Verantwortlichen aus Atomwirtschaft und Politik statt der Strahlenschleudern nur ihren Verstand ab.

Wir werden in Gorleben Druck machen, um die Atompolitik, die nur den Finanzinteressen der Atomkonzerne dient, endzulagern! Den Atomstromern geht es nur um ihren Profi t, auf Kosten von Leben und Gesundheit der Bevölkerung und nachfolgender Generationen. Das hochgefährliche Strahlenerbe muss wegen der extrem langen Halbwertzeiten der radioaktiven Isotope 1 Million Jahre sicher von der Biosphäre ferngehalten werden. Es werden also 50.000 Generationen der Strahlung ausgesetzt, nur weil die Verantwortlichen der Atomindustrie heute fi nanziell den Hals nicht voll bekommen können. Jede Imbissbude, die nicht nachweisen kann, wo sie ihr altes Fett entsorgt, wird geschlossen. Die Interessen der Atomindustrie, die kein sicheres Strahlengrab vorweisen kann, werden hingegen mit Wasserwerfern, Hubschraubern und Hundestaffeln verteidigt. Herzlich willkommen zur Besichtigung des real existierenden Atomstaats!

Atomindustrie sofort abschalten, Erneuerbare Energien ausbauen!

Denke global – handle lokal!

G8: Das ist ja der Gipfel! Die Anti-Atom-Bewegung als soziale Bewegung ist ein Bestandteil im Kampf gegen die „global player“. Gorleben bietet als sozialer Ort im Widerstand Visionen und kommunikativen

Raum für ein Umdenken. Im Frühsommer nächsten Jahres wollen sich die Staats- und Regierungschefs aus den acht „führenden“ Industrienationen in Heiligendamm an der Ostsee das Recht nehmen Interessen zum eigenen Vorteil gegen die Weltbevölkerung durchzusetzen. Auch die Themen Atomkraft und Energiepolitik stehen sowohl im zivilen, als auch im militärischen Bereich regelmäßig auf der Tagesordnung. Beteiligt euch auch an den Protesten gegen die menschenverachtende G8-Politik!

V.i.S.d.P.G.: BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. Drawehner Str. 3, 29439


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Gorleben ist überall...

Bearbeitet am: 11.09.2005/ad


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