| Mit einem Federstrich haben Politiker 1977
Gorleben als Standort für das bundesweite Atommüllendlager benannt. Sie waren
überzeugt, es werde an diesem strukturschwachen und abseits gelegenen Ort keinen
nennenswerten Widerstand geben. Gesucht wurde ursprünglich ein großer,
unversehrter und mit einer dicken Tonschicht bedeckter Salzstock ohne Verbindung zum
Grundwasser. Doch schon die ersten Untersuchungen zeigten, dass diese Bedingungen in
Gorleben nicht erfüllt waren. Dennoch wurde
die Erkundung am Salzstock fortgesetzt. Sie diente nicht mehr der Auswahl eines möglichst
sicheren Standorts, sondern der Rechtfertigung einer einmal getroffenen Entscheidung und
als juristische Grundlage für den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke. Und nicht nur das:
Als Erkundung getarnt wurde bereits der erste Teil eines Endlagers ausgebaut.
Die Bundesregierung hat im Jahr 2000 ein Moratorium über die
Erkundungsarbeiten verhängt, um Zeit für die Suche nach alternativen Standorten zu
gewinnen. In ihrem Auftrag entwickelte eine Expertenkommission ein neues Auswahlverfahren
auf der Grundlage wissenschaftlicher Kriterien. Doch die Atomindustrie und ihre
politischen Helfer boykottieren diese Vorschläge und halten weiter am Standort Gorleben
fest. Dagegen setzt sich die Rechtshilfegruppe Gorleben mit juristischen Mitteln zur Wehr.
FÜR UNS GILT:
Wir können leider nicht verhindern, dass
radioaktiver Müll erzeugt wird. Dennoch fühlen wir uns verpflichtet, dafür zu sorgen,
dass er so sicher wie möglich verwahrt wird. Das sind wir der Nachwelt schuldig. |
WIR FORDERN: Die Suche nach einem Endlagerstandort muss neu eröffnet
werden - und zwar auf der Grundlage wissenschaftlicher Eignungskriterien unter Kontrolle
der Öffentlichkeit.
In der Zwischenzeit darf im Salzstock in Gorleben nicht weiter an einem Endlager gebaut
werden.
Die Atommüll-Transporte ins Gorlebener
Zwischenlager müssen gestoppt werden. Denn mit jedem weiteren Castor wächst die
Versuchung, den Strahlenmüll im Gorlebener Salz für immer verschwinden zu lassen.
Durch Gutachten und Prozesse setzt sich die Rechtshilfegruppe
Gorleben für die Durchsetzung dieser Forderungen ein. Dafür benötigen wir dringend Ihre
finanzielle Unterstützung. |