Gorleben Rundschau


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November

2002

Ausgabe 9

  Inhalt:

ATOMKRAFT - nein danke!

CASTOR-ALARM IM WENDLAND

Wir protestieren gegen die Atomenergie,

atomkle.gif (262 Byte)weil diese umweltzerstörend und todbringend ist,

atomkle.gif (262 Byte) weil sie überflüssig und ungeheuer teuer ist,

atomkle.gif (262 Byte) weil sie die dringend erforderliche Energiewende behindert,

atomkle.gif (262 Byte) weil durch Uranabbau und Wiederaufarbeitung Regionen und Gewässer verseucht werden

atomkle.gif (262 Byte) weil sie aufs Engste mit der Atombombe und der Kriegsgefahr verknüpft ist, atomkle.gif (262 Byte) weil die Regierungen die Profite der mächtigen Energiekonzerne schützen und dafür unsere Grundrechte opfern,

atomkle.gif (262 Byte) weil weltweit das Entsorgungsproblem nicht gelöst werden kann,

atomkle.gif (262 Byte) weil sie zwangsläufig einen demokratiefeindlichen Polizei- und Überwachungsstaat mit sich bringt,

Wir stellen uns weiter quer,

atomkle.gif (262 Byte) weil die Wiederaufbereitung in La Hague und Sellafield gestoppt werden muss

atomkle.gif (262 Byte) weil jeder Castor-Transport Gorleben als Endlagerstandort zementiert,

atomkle.gif (262 Byte)weil wir nicht hinnehmen, dass unsere Grundrechte den Profitinteressen der Energiekonzerne geopfert werden

Rot-Grün hat den Atomausstieg nicht angepackt, sondern auf die lange Bank geschoben. Deshalb: DER WIDERSTAND GEHT WEITER


DEMONSTRATION UND AUFTAKTKUNDGEBUNG

CASTOR im 12-er Pack! "Jetzt schlägts 13!"

Samstag, 9. November 2002 13 Uhr

an der Endlagerbaustelle bei Gorleben
Demo-Treffpunkte 12 Uhr in Gedelitz und Gorleben (Ortsausgang)


Nicht wirklich! Atomausstieg unter ROT-GRÜN

Castortransport im Zwölferpack - jetzt schlägt´s 13!

Die Tage werden deutlich kürzer, der erste Raureif hat im Wendland Äcker, Wiesen und Gärten überzogen, der November ist da und das heißt, es kommt der heiße Müll. Gleich zwölf Castorbehälter mit ihrer tödlichen Fracht werden in der französischen Plutoniumfabrik La Hague zu einem Sonderzug gebündelt. Über den vom Elbhochwasser aufgeweichten Bahndamm bei Pisselberg soll der Müll auf der Schiene zur Verladestation nach Dannenberg und von dort aus auf den letzten 18 Streckenkilometern auf der Straße in das atomare Zwischenlager Gorleben rollen. Zwölf auf einmal ? jetzt schlägt´s 13!

Am Castor-Verladebahnhof in Dannenberg wurde gebuddelt, dort richtet sich die Polizei mit Wohncontainern witterungsfest auf lange Sicht ein. Das gleiche Bild in der Kreisstadt Lüchow und in Woltersdorf. Sowohl auf dem Gelände der Polizeikaserne als auch auf dem Territorium der einstigen Übersee-Funkstation entstehen zusätzliche Unterkünfte. 3 Mio Euro sind für die Errichtungskosten veranschlagt. Auf drei bis zum 31.12.2011 (!) gepachteten Flurstücken würden fünf doppelstöckige, festinstallierte Wohnbauten für je 108 Polizisten installiert. Sechs Meter hoch und 39 x 12 Meter groß, sollen diese voraussichtlich zwei mal im Jahr für sechs bis acht Wochen genutzt werden. Allein der Pachtvertrag zwischen Eigentümern und dem Land Niedersachsen, vertreten durch die Bezirksregierung, beläuft sich auf 100.000 Euro jährlich. Gespart wird dafür an Landeskrankenhäusern, Staatsbädern und Domänen, sie werden nach Plänen des niedersächsischen Finanzministers Heinrich Aller (SPD) teilprivatisiert, um jährlich 120 Mio. Euro für die Castorpolizei und Exposchulden zusammenzutragen. Castor contra Krankenhaus ? ein makabereres Tauschgeschäft.

Bei der Wahl der Termine spielen politischer Opportunismus und polizeiliche Einsatzstrategien eine große Rolle. Wohlweislich nach den Wahlen sollen diese zwölf Waggons rollen. Wäre es am 22. September schief gegangen für Rot-Grün, hätten die Stoibers und Westerwelles den schwarzen Peter zugeschoben bekommen, denn die Terminierung wurde von den Schröders und Fischers besorgt. Auf keinen Fall sollte das alljährliche "Castorspektakel" das ramponierte Image von SPD/GRÜNEN noch vor den Wahlen belasten. Wie das? War Gorleben aus Sicht der Bundespolitik nicht längst zu einem regionalen Problem geschrumpft?

Die Polizei plant noch durchsichtiger: wenn es feucht-kalt wird, demonstriert es sich nicht gern, denn wer sitzt schon gern fröstelnd und kälteklamm auf dem Asphalt...15.000 Uniformierte sollen den hochradioaktiven Lindwurm auf dem Weg ins Zwischenlager Gorleben eskortieren. Wie das? Warum wird dieser gewaltige Aufwand betrieben, wenn sich die Menschen mit dem Atomkonsens angeblich abgefunden haben?

Der höhnische mediale Abgesang auf die Anti-Atom-Bewegung im Herbst 2001 ist uns noch gegenwärtig. Es stimmt: die Mobilisierung im Herbst griff bundesweit nicht. Da war der 11. September, der politische Schock, der auch uns erfasst hatte. Die Bürokratie und der Polizeiapparat zeigten sich davon unberührt, der zweite Castorkonvoi im Jahr 2001 wurde im Schatten des 11. September durchgeboxt, obwohl bis heute völlig offen ist, ob und wie Atomanlagen gegen Terrorangriffe des gleichen Kalibers überhaupt geschützt werden könnten.

Im November 2002 werden wir in erster Linie ebenfalls auf uns selbst gestellt sein. Es gibt zwar im Lande kein Abflauen des außerparlamentarischen Protests, aber konkurrierende Themen von großem, wenn nicht größerem Gewicht - allem voran die Kriegsdrohungen der USA gegen den Irak. Zehntausende waren kurz nach Pfingsten auf der Anti-Bush-Demo in Berlin, Zehntausende folgten dem Demo-Aufruf "Her mit dem schönen Leben" der globalisierungskritischer Gruppen wie attac und der Gewerkschaftsjugend und machten sich am 8. September auf den Weg nach Köln.

Wir waren in Berlin und in Köln dabei. Aber machen wir uns keine Illusionen: wir werden im November auf die eigenen bewährten Kräfte bauen müssen. 3000 gegen 15.000 ? na und? Das Thema "Atomkraft ? nein danke!" muss erst wieder in die Schlagzeilen und auf diese Weise sorgen wir am besten für eine wachsende Unterstützung durch Globalisierungskritiker/innen und Friedensbewegte. Eines Tages kehrt sich das Zahlenverhältnis zu unseren Gunsten. Die Castorgruppen, Bäuerliche Notgemeinschaft, WiderSetzen und Bürgerinitiative entwickeln seit Wochen Konzepte, engagieren sich unvermindert. Da werden Dörfer ver-rückt, Sandsäcke als Strahlenschutzwall gehortet, Schlaf- und Campplätze gesucht, SMS-Verteiler eingerichtet. Auf den Veranstaltungen rückt die ungelöste Atommüllentsorgung in den Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung, denn so wird am ehesten nachvollzogen, warum wir uns weiter querstellen.

Polizei und BGS richten sich auf eine dauerhafte Auseinandersetzung ein. Einmal im Jahr mindestens wird nach den Plänen der alten/neuen Bundesregierung im Wendland der Ausnahmezustand herrschen, damit der heiße Müll aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague in das Zwischenlager Gorleben rollt. Absehbar ist, dass dieses eine Mal nicht ausreichen wird, denn auch im britischen Sellafield werden Brennelemente aus deutschen Reaktoren aufgearbeitet.

Bis zum Jahr 2005 werden abgebrannte Brennelemente aus deutschen Reaktoren nach Frankreich und Großbritannien gebracht. Mit Billigung von SPD und GRÜNEN wird die sogenannte "Wiederaufarbeitung" fortgesetzt (natürlich weit über das Jahr 2005 hinaus), obwohl klar ist, dass dies keinerlei Entsorgungsbeitrag ist. Zum einen steigt die Atommüllmenge um den Faktor 10-15 bei der chemischen Behandlung der Brennelemente, der Plutoniumextraktion. Zum anderen fallen zudem hochradioaktive Abfälle an. Sie werden in Glasform in Kokillen eingeschmolzen. Das ist eine riskante Sache angesichts der bisher unerforschten Folgen radiochemischer Kettenprozesse, der das Glas, die metallische Umhüllung und ? später einmal ? das Endlagergestein ausgesetzt sind. Auf diese, bislang völlig vernachlässigten Gefahren verweist Rolf Bertram, Professor für physikalische Chemie an der Technischen Universität Braunschweig.

Nach dem Jahr 2005 sollen die Strahlenabfälle in der Nähe der Reaktoren in Hallen aufbewahrt bleiben, bis es ein verfügbares Endlager gibt. Was hat das eine oder das andere, was hat das alles mit Entsorgung zu tun? Mindestens niX12!

Selbst die Behältertechnologie gerät noch immer in die Schlagzeilen. Das ARD-Magazin "plusminus" berichtete am 23. Juli, dass die Bruchsicherheit der Castorbehälter lediglich errechnet wird. Der Hamburger Bauingenieur Prof. Hermann Flessner bewertet die offizielle Störfallberechnung mit mangelhaft. "Wenn ein Diplomand mir eine Arbeit zur Beurteilung vorgelegt hätte, in der so viele Fehler auftreten, dann hätte er mit dieser Arbeit sein Diplom nicht erhalten", sagte er gegenüber "plusminus". Flessner warnt vor den Folgen eines Transportunfalls. Beim Castor fehle, wenn er irgendwo hart aufprallt, eine "Knautschzone": "Die ganze Energie bleibt im Behälter und führt vermutlich zu dessen Zerstörung."

Wie reagiert die Genehmigungsbehörde, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), an dessen Spitze mit Wolfram König immerhin ein GRÜNER steht, auf derartige Vorhaltungen? Es sieht keine Probleme beim Hantieren mit den Castorbehältern im Zwischenlager, denn schon am 18. Januar 2002 wurde dem Zwischenlager-Betreiber auferlegt, Holzstoßdämpfer beim Auf- und Abladen unter den Castor zu schieben und diesen nicht höher als 3 Meter zu liften. Fehlen die Holzbohlen, darf der Behälter nicht höher als 25 cm über dem Hallenboden angehoben werden. Das ist ja beruhigend, oder? Was beunruhigt ist, dass für den Transport der Behälter keinerlei Modifikationen erfolgten. Rechnet man die Hebehöhe von 3 Metern einmal um auf die Fall- bzw. Transportgeschwindigkeit, so dürfte der Castorzug auf seiner Reise durch Mitteleuropa lediglich 27 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit erreichen ? vorausgesetzt, es gibt keinerlei Gegenverkehr... - und wer muss dieser Tage nicht gleich an das Zugunglück von Bad Münder denken?

Basis für das Atommülldilemma ist der zwischen Bundesregierung und Stromkonzernen ausgehandelte "Atomkonsens". Der Reaktorbestand wird erhalten und die Atommüllvermehrung wird fortgesetzt. Der Berg hochradioaktiver Abfälle wird glattweg verdoppelt. Pannen und Störfälle wie in Brunsbüttel und Obrigheim zeigen, dass die Atomkraft nicht per Gesetz zähmbar ist. Der Antrag des Stromkonzerns Energie Baden-Württemberg (EnBW), Obrigheim fünf Jahre weiter betreiben zu können und dafür Stromkontingente des AKW Neckarwestheim II zu verrechnen, ist nach dem von Rot/Grün ausgehandelten "Konsens" durchaus gesetzeskonform. Die Atomausstiegsbilanz von zwei Legislaturperioden SPD/GRÜNEN wäre demnach niX! Denn die Stilllegung des AKW Stade im Jahr 2003 hat allein betriebswirtschaftliche Gründe, betonen die Hamburgischen Elektrizitätswerke (HEW). Sie wäre auch unter Stoiber erfolgt.

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Foto: Timo Vogt, www.randbild.de

20 Castorbehälter stehen bereits in Gorleben, 420 Stellplätze gibt es insgesamt. Jeder weitere Transport trägt dazu bei, Gorleben auch als Endlagerstandort zu zementieren.

Unsere Proteste sind aber auch ein gewichtiger Beitrag dafür, dass aus dem Endlagermoratorium ? seit dem 1. Oktober 2000 ruhen dort die Bauarbeiten - ein endgültiges Aus für den Ausbau des sogenannten Erkundungsbergwerks in Gorleben wird. Ein Salzstock, der Wasserkontakt hat und noch abgelaugt wird, taugt nicht als Endlager für Ewigkeitszeiträume. Völlig ausgeblendet wird bei der Endlagersuche, dass Salzkristalle durch die radiochemische Strahlung zersetzt werden. Die Hinweise aus den Niederlanden, der Appell Prof. den Hartogs, von Salz als Endlagergestein abzurücken, werden vom Arbeitskreis Endlagerung (AkEnd), den Bundesumweltminister Jürgen Trittin mit der Endlagersuche beauftragt hat, ignoriert. Und welchen Sinn macht die angeblich ergebnisoffene Endlagersuche, wenn offiziell nicht endlich vom Schacht Konrad (Salzgitter) und Gorleben abgerückt wird?

Der Atomausstieg ist das eine unzureichend gelöste Thema, die Atommüllentsorgung das andere. Deshalb demonstrieren wir dieses Jahr am Samstag vor dem Tag X vor der Endlagerbaustelle.

Die Menschenrechtsverletzungen, die Einschränkung der Grundrechte, polizeiliche Überwachung und Willkür im vergangenen Jahr haben dazu geführt, dass wir Beistand von Menschenrechts- und Bürgerrechtsorganisationen gefunden haben. Dem Polizeichef Hans Reime ("Wir waren Herr über Straße und Schiene") ist die Bedeutung des Versammlungsrechts für die politische Meinungsbildung offensichtlich fremd. Das übergriffe Verhalten der Polizei provozierte den Beistand durch den Republikanischen Anwaltsverein (RAV) und die Humanistische Union (HU).

Die permanente Einschränkung des Demonstrationsrechts lassen wir uns nicht verbieten. Demokratie jetzt! Bitte warm anziehen.


Nicht geklärt!

Atommüll-Entsorgung: weltweit nicht gelöst! Zwischen erheblichen Zweifeln und Eignungshöffigkeit

Das Versuchsendlager Asse II bei Wolfenbüttel säuft ab. Zwischen 1967 und 1978 wurden in dem ehemaligen Kalibergwerk 126.000 Atomüllfässer "versuchsweise" endgelagert. Im Endlager Morsleben, das schon zu DDR-Zeiten als Atommülldeponie genutzt wurde, lagern 37.000 Kubikmeter Strahlenabfall aus Ost und West. Bis zu 1000 Tonnen schwere Salzbrocken drohten sich von der Decke der Bergwerksstollen zu lösen und auf den Atommüll zu stürzen, die Grube wurde notverfüllt: Vierzig Jahre nach der Inbetriebnahme des ersten kommerziell genutzten Atomkraftwerks gibt es in Deutschland kein verfügbares Endlager. Das ist kein deutsches Problem. Atommüll wurde zwar im Meer verklappt oder in Morsleben verstürzt, eine Atommülldeponie für die hochradioaktiven Abfälle gibt es weltweit nirgendwo!

Seit dem 1. Oktober 2000 liegt auch der weitere Ausbau des Salzstocks Gorleben als nukleares Endlager auf Eis. Was wird aus dem Projekt? Ein "Arbeitskreis Endlagerung" (AK End), der von Bundesumweltminister Jürgen Trittin damit beauftragt wurde, Vorschläge und Kriterien zu unterbreiten, wie eine Atommüllendlagerung gefunden werden könnte, schlägt vor, dass bis zum Jahr 2010 ein solches Suchverfahren abgeschlossen werden soll.

Dieses "Zurück auf Zero" hat allerdings zwei Haken. Denn einerseits wurde in Abstimmung mit dem GRÜNEN Bundesumweltminister vom niedersächsischen Umweltministerium Wolfgang Jüttner (SPD) ein positiver Planfeststellungsbeschluss für den "Schacht Konrad" gefasst. In dem ausgedienten Erzbergwerk sollen schwach- und mittelaktive Abfälle eingelagert werden. Zum anderen ist das Moratorium auf der Endlagerbaustelle in Gorleben, dort sollen vor allem die hochradioaktiven, wärmeentwickelnden Abfälle verbuddelt werden, nicht gleichbedeutend mit der Aufgabe dieses Standorts. Aus geowissenschaftlicher Sicht ist der Abschied von einem Salzstock, der Wasserkontakt hat und noch abgelaugt wird, seit langem überfällig. Doch ROT-GRÜN hegt lediglich "Zweifel".

In den Verhandlungen mit der Stromwirtschaft vollzog Trittin die Rolle rückwärts: Im Konsensvertrag vom 14. Juni 2000 verzichtete die rot-grüne Bundesregierung darauf, geowissenschaftliche Zweifel an der Eignung des Salzstocks als Grund für das Endlagermoratorium anzuführen, sondern übernahm die Diktion der Kohl-Merkel-Ära, der Salzstock Gorleben sei "eignungshöffig". Wozu, fragt man sich, soll dann der AK End noch Kriterien für die Endlagersuche und Vorschläge unterbreiten, welches Wirtsgestein neben Salz in Frage kommt?

Eine ergebnisoffene neue Endlagersuche ist das nicht, denn unausgesprochen stehen Konrad und Gorleben und die dort bisher getätigten Investitionen von insgesamt 1,7 Mrd. Euro im Raum. Darüberhinaus erhöht jeder Castortransport, der Gorleben erreicht, den politischen Druck, am Ende doch in Gorleben weiterzubauen. Wir müssen argwöhnen, dass auch ROT-GRÜN an Gorleben als Atommüllzentrum mit seiner entsprechenden Infrastruktur festhält: einem Fasslager für schwach- und mittelaktive Abfälle, dem CASTOR-Lager, einer Atommüllverpackungsanlage mit heißer Zelle (der "Pilot-Konditionierungsanlage) und eben dem Endlagerprojekt.

Von einer weiteren Legislaturperiode Rot-Grün erwartet der Widerstand im Wendland deshalb eine klare Absage an Gorleben als potentiellem Endlagerstandort. "Eignungshöffigkeit" kommt von "hoffen". Und gehofft haben alle Bundesregierungen, gleich welcher Couleur, dass dem Widerstand im Wendland die Puste ausgeht, um dort allen Warnungen zum Trotz ein nukleares Endlager für den hochradioaktiven und wärmeentwicklenden Müll einzurichten.

Da die "Erkundung" nach Bergrecht und nicht nach Atomrecht vorangetrieben wurde, gab es seit der Standortbenennung 1977 weder eine formelle Öffentlichkeitsbeteiligung, noch eine Anhörung oder Klagemöglichkeit von Anwohnern, Verbänden oder Kommunen. Mit bisher einer Ausnahme: der Gartower Graf von Bernstorff konnte aufgrund seiner Salzrechte, die er sich gesichert hatte, Klage führen.


Nicht mit uns!

Atommüllhöhen Die Abfallberge wachsen und wachsen...

76.000 Kubikmeter schwach- und mittelaktiver Abfälle sind bis zum Ende des Jahres 2000 angefallen, bis zum Jahr 2040 wird das Abfallvolumen bis zur Stilllegung aller Atomkraftwerke und dem Auslaufen der Abfallbehandlung (Wiederaufarbeitung, Konditionierung) auf den gigantischen Berg von 297.000 Kubikmetern anwachsen. Diese Zahlen liefert der Arbeitskreis Endlagerung (AK End), der vom grünen Bundesumweltminister Trittin beauftragt wurde, ein Suchverfahren und Kriterien für die Endlagersuche darzulegen.

Die Wahrung des Reaktorparks durch den sogenannten "Atomkonsens" führt auch bei den heißen, hochradioaktiven Abfällen zu einer Verdreifachung des bisher angefallen Mülls: von 8.400 Kubikmetern auf 24.000 Kubikmeter. Allein bis zum Jahr 2010 verdoppelt sich der heiße Müll. Ein Endlager aber ist nicht in Sicht.


Nicht aufgeben!

Juristische Niederungen Gesinnungsjustiz

2000 Euro soll ein Castorgegner zahlen, der sich beim Castortransport im März 2001 mit einem Rohr an die Bahngleise bei Bavendorf (Landkreis Lüneburg) gekettet hatte. Richter Götz Wettich: "Es gibt kein Recht, seine Meinung so in der Öffentlichkeit zu platzieren". Der Richter des Landgerichts Lüneburg ignorierte, dass der Zugführer sich nicht genötigt sah. Rund eine Stunde lang brauchten Polizisten, um den 39jährigen Mann loszuschneiden.

"Dieser Aktionsform soll endlich Einhalt geboten werden", meinte der Richter. "Gesinnungsjustiz" sagen Prozessbeobachter. Heide Dierbach in der TAZ kommentiert das unglaublich harte Urteil: "Die Absurdität im Fall Bavendorf mag ein Vergleich verdeutlichen: Auch Raser bilden in Deutschland eine Massenbewegung. Auch sie setzen sich bewusst über geltendes Recht hinweg. Aber obwohl sie es auf eine tausendfach größere Fallzahl bringen als angekettete AtomkraftgegnerInnen, obwohl sie aus rein egoistischen Motiven handeln und das Leben anderer massiv gefährden, ruft kein Staatsanwalt, kein Richter nach Generalprävention."

Wie zum Hohn hatte Richter Wettich hinzu gefügt, das harte Verhalten von Polizisten hätte sich noch "strafmildernd" ausgewirkt. Zwei Beamte aus dem schwäbischen Biberach hatten den Diplom-Ingenieur malträtiert, als er schon am Gleise festgeschlossen war, ein dritter Polizist hatte den Wehrlosen getreten. Das ging selbst Staatsanwalt Thomas Vogel zu weit. Er sprach in seinem Plädoyer von einer "unglaublichen Sauerei" und will deswegen ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung im Amt einleiten.


Nicht sicher!

CASTOR-Transporte Sicher ist nur das Risiko

"Sicherheit" steht für die Atomindustrie ganz weit oben. Gleich hinter Reaktorlaufzeiten, Gewinnmaximierung und profitablen steuerfreien Rückstellungen. Das gilt für Atomkraftwerke, Wiederaufarbeitung, Endlagerung und ? CASTOR-Transporte.

"Castor ist nur ein anderes Wort für Unsicherheit"

Auch in der zweiten Legislaturperiode von Rot-Grün hat sich an diesem "Atom-Konsens" nix geändert ? schließlich hat der Kanzler die Richtlinienkompetenz, die Interessen der Atomindustrie durchzusetzen. Was wir gerade erst hinsichtlich Obrigheim erfahren mussten, spielt sich bei der CASTOR-Sicherheit seit Jahren ab. Die Skandale, die sich schon unter der CDU-Regierung häuften, werden durch das nunmehr seit vier Jahren "Grün" geleitete Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weiter geduldet und ausgesessen.

Und so soll diesmal gleich ein 12er-Pack transportiert werden, obwohl

*die CASTOR-Behälter nie einem realen Falltest am Original unterzogen wurden. Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König - GRÜNER - versprach deshalb im Jahr 2000 in seiner hauseigenen Broschüre "Radioaktive Frachten unterwegs", sich für echte Fallversuche einzusetzen. Doch was ist bisher passiert? Nix12

*Fallversuche, die Basis für obskure Computer-Berechungen waren, mit einem Behälter durchgeführt wurden, der zwar auf ein "unnachgiebiges Fundament" stürzte, dabei aber durch untergelegte Bohlen vor Beschädigungen geschützt war

*ein groß herausgestellter Beschussversuch nur mit einem "halben" Behälter vorgenommen worden sein soll. Die Energieeinwirkung durch das einschlagende Geschoß war aufgrund der halbierten Größe viel geringer, als sie bei einem Originalbehälter wäre. Außerdem konnte der Halb-Castor einfach meterweit in einen Sandhaufen geschoben werden, wodurch die auf den Aufschlagspunkt eintreffende Energie weiter deutlich gemindert wurde.

*es immer wieder misslang, "Restfeuchte" aus dem Dichtungsbereich der Behälter zu verbannen. Selbst die vom BfS beauftragten Materialprüfer der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) mussten bestätigen, dass die Langzeitsicherheit möglicherweise durch Korrosion der Dichtungen gefährdet sei.

*Bohrungen für neutronenabschirmende Moderatorstäbe zu eng bemessen waren, wie die Bundesanstalt für Materialprüfung ebenfalls zugeben musste. Ein sehr "überzeugender Beweis" für die Zuverlässigkeit von Modellrechnungen

*Feuertests, wie sie auch nach Bekundung der Betreiber gemäß Normen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA erforderlich sind, wohl nie mit dem selben Behälter nach einem Falltest über den geforderten Zeitraum von 30 Minuten vorgenommen wurden. Publizierte Berichte über Feuertests, so bei einem Brand neben einem explodierenden Flüssiggas-Tankwagen, dienten nur dem Show-Effekt, entsprachen aber nicht den IAEA-Vorgaben.

*Stoßdämpfer, die auch jetzt wieder nach Gorleben zu transportierende Glaskokillenbehälter vom Typ HAW 20/28 nicht ausreichend umschließen. In den Bereichen der Tragzapfen, an denen die CASTOREN beim Um- und Abladen angehoben werden müssen, ist kein dämpfendes Material vorhanden. Die Transporteure sehen darin keine Abweichung von international geforderten Vorschriften und Genehmigungen, sondern berufen sich dabei auf eine Freiheit des "Designs". Bei einem Transportunfall ähnlich dem Unglück von Eschede könnte dieser gefährdete Bereich ungebremst beispielsweise auf einen Brückenpfeiler treffen, und damit der Behälter beschädigt werden.

*Berechnungen, die Grundlage der Genehmigungen durch das BfS sind, gemäß einem "plusminus"-Fernsehbericht beim Szenario "Absturz des Behälters vom Hallenkran" dermaßen fehlerhaft waren, dass korrekterweise davon ausgegangen werden muß, daß eine bis zu 20fach höhere Kraft auf den Behälter einwirken würde und damit ein Bersten nicht auszuschließen sei. Seit Januar 2002 gilt im Gorlebener Zwischenlager eine neue Vorschrift, wonach beim Umladen in der Halle Holzstoßdämpfer zu unterlegen seien und ansonsten die Hubhöhe des Krans auf 25 cm beschränkt werden muss. Rechnet man diese Höhe auf die Aufprallgeschwindigkeit beim Absturz um, sind das 7-8 km/Stunde. Ohne wirkungsvolle Stoßdämpfer ist die für das Zwischenlager angenommene Sicherheitsreserve auch nur bei entsprechen niedrigen Transportgeschwindigkeiten gegeben. Die US-Atomaufsichtsbehörde hat Castor-Behälter für den Transport nicht zugelassen. Als Lagerbehälter dürfen sie dort auf dem Kraftwerksgelände nur in Schrittgeschwindigkeit in ca. 30 cm Höhe bewegt werden.

*am Kopfbereich der CASTOR-Behälter die strahlenabschirmenden Neutronen-Moderatorstäbe nicht ausreichend wirken können, da sie nicht weit genug in den Deckelbereich hineinragen. Für das Transport-Begleitpersonal ? Bahnbedienstete und Polizei ? ist eine Strahlenschädigung nicht auszuschließen

Wie "sicher" CASTOR-Behälter bei einem möglichen terroristischen Angriff sind, bleibt gleichfalls offen. Wolfgang Neumann von der "Gruppe Ökologie" hat für den BUND eine entsprechende Studie erstellt. Er kommt zu dem Schluss, dass ein Angriff auf einen CASTOR mit einer modernen panzerbrechenden Waffe katastrophale Folgen hätte. Dabei könnten 0,5% des Aktivitätspotentials freigesetzt werden, wobei sich davon 90% in der unmittelbaren Umgebung niederschlagen und mit einer Intensität von 200 Millisievert/Stunde strahlen ? weit, weit mehr, als zulässig. Zehn Prozent der hochradioaktiven Inhaltsstoffe würden sich als Wolke in der weiteren Umgebung verbreiten. Auch in mehreren Kilometern Entfernung wären Verzehrverbote und Umsiedelungen zu erwarten.

Ähnliche Folgen würde gemäß Neumann auch ein gezielter Absturz eines Verkehrsflugzeuges auf das Gorlebener CASTOR-Zwischenlager haben. Es sei davon auszugehen, dass dabei möglicherweise nur ein Behälter beschädigt. Doch in diesem Fall würde mit Umsiedlungen im Umkreis von zehn bis zwölf Kilometern zu rechnen sein.

Seit dem 11. September ist mehr als ein Jahr vergangen. Es gibt im Landkreis Lüchow-Dannenberg noch immer keinerlei Katastrophenschutzplanung. Das BfS hat zwar für die dezentralen Zwischenlager die laufenden Genehmigungsverfahren ausgesetzt. Für die bestehenden "Kartoffelscheunen" in Gorleben und Ahaus dagegen bleiben die Betriebsgenehmigungen unverändert in Kraft . . .

Nach Gorleben sollen jetzt weitere zwölf CASTOREN gekarrt werden ? das radioaktive Inventar dieses CASTOR-Transports entspricht dem dreifachen der in Tschernobyl freigesetzten Radioaktivität! Wir werden, wir dürfen das mit Sicherheit nicht so einfach hinnehmen!

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Nicht schlecht!

Erfolg auf dem juristischen Hochseil Freispruch für "X-tausendmal quer"-AktivistInnen

Die Bußgeldbescheide der Bezirksregierung Lüneburg waren deutlich ausgefallen: Zweimal 1.500 DM und einmal 900 DM wegen öffentlichem Aufruf zu einer Ordnungswidrigkeit. Es ging um die Blockadeaktion von "X-tausendmal quer" im März 2001 in Wendisch Evern bei Lüneburg. Dort war der Castor-Zug mehrere Stunden aufgehalten worden. Die Rundbriefe der Kampagne hätten zur Teilnahme aufgefordert. Zahlen sollten deshalb zwei Aktive, die am Rundbrief mitgearbeitet hatten und - weil der Text auch im Internet stand - die Anmelderin der Domain www.x1000malquer.de.

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Foto: Timo Vogt, www.randbild.de

Doch der Prozess vor dem Lüneburger Amtsgericht verlief anders, als es sich die Bezirksregierung gedacht hatte. Denn die drei bekannten sich ganz offensiv zu Sitzblockaden und Zivilen Ungehorsam. Sie räumten auch trotz schlechter Beweislage ein, an den Rundbriefen mitgewirkt zu haben. Aber sie hatten eine völlig andere Vorstellung von Verantwortung als die Staatsanwaltschaft. Durch die basisdemokratische Struktur von "X-tausendmal quer" sei der Rundbrief quasi "von allen für alle" geschrieben. Dargestellt wurden nur die konkreten Pläne all derer, die sich schon vorher per Unterschrift zur Teilnahme an der Blockade bekannt hatten.

Zwischendurch glich der Prozess einem juristischen Hochseilakt oder, wie die Elbe-Jeetzel-Zeitung schrieb, einem juristischen Seminar. Da ging es um so hochtrabendes wie die demokratietheoretische Legitimation von Zivilem Ungehorsam, und um so kleinliches wie eine "Öffentliche Aufforderung zu einer Anstiftung", weil in einem Rundbrief die Anregung stand, jede/r BlockiererIn solle doch noch jemanden aus dem Bekanntenkreis überzeugen, mit nach Wendisch Evern zu kommen. Am Ende blieb von den Vorwürfen nicht viel übrig. Der Staatsanwalt bemühte sich vergeblich, seinen Chef telefonisch von einer Zustimmung zu Einstellung des Verfahrens zu überzeugen. Die Richterin sprach frei. Da sich die Rundbriefe an einen "namentlich bekannten Personenkreis" gerichtet hatten, nämlich die bereits zur Blockade Entschlossenen, sei ein wichtiges Kriterium öffentlicher Aufforderung nicht gegeben, nämlich ein "unbestimmter Personenkreis" als AdressatInnen.

Pünktlich zum Prozess hat "X-tausendmal quer" nachgelegt: Schon 238 Menschen haben eine "Öffentliche Aufforderung zur Castor-Blockade" unterschrieben, die sich diesmal wirklich an die Öffentlichkeit richtet und zur für November geplanten Aktion auf der Castor-Strecke einlädt. Wenn die Bezirksregierung jetzt auch diesen Personen Bußgeldbescheide schickt, dann bekommt die Lüneburger Justiz viel zu tun. Vor allem, weil es wahrscheinlich nicht bei 238 UnterzeichnerInnen bleiben wird.

Weitere Infos zum Prozess unter www.x1000malquer.de


Nicht knausern!

Ohne Geld geht es nicht

Wir rackern uns ab - unentGELDlich. Gegen den Weiterbetrieb der AKW's. Gegen die weitere Atommüllproduktion. Sitzen wir am Ende nicht nur auf dem Müll, sondern auch noch auf den Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit? Diese Zeitungsbeilage geht nicht unentGELDlich. Wir brauchen SpendenGELDer. Große und kleine Summen, alles ist okay. Jede(r) nach seinen Möglichkeiten, dann wird vieles möglich. Spenden an uns sind steuerlich absetzbar.

Spendenkonto der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
KSK Lüchow, Konto 206 0721 (BLZ 258 513 35)


Nicht unbelesen!

Literaturtips

Der Demo Ratgeber

28 Seiten
Herausgegeben vom Ermittlungsausschuß Gorleben
0,50 Euro, erhältlich bei der BI Lüchow-Dannenberg

Mit dieser Broschüre läßt es sich gut vorbereitet der Atommafia entgegentreten. Aus dem Inhalt:

  • Festnahme, was nun?
  • Vorführung beim Haftrichter
  • Aussageverweigerung - Warum und Wie?
  • Erkennungsdienstliche Behandlung - und nun?
  • Strafverfolgung
  • Die Demo-Sani-Gruppe rät
  • Grundrecht auf Versammlungsfreiheit
  • Verbot oder Auflösung einer Versammlung
  • Platzverweis, Aufenthaltsverbot
  • Sicherheishinweise
  • Hausdurchsuchung - was tun?
  • Schnellgerichtsverfahren und Hauptverhandlungshaft
  • Gedächtnisprotokoll
  • Anmeldung einer Versammlung
  • Widerspruch bei Versammlungsverbot oder Auflagen
  • Widerspruch gegen Platzverweis, Aufenthaltsverbot
  • Literaturtips und Adressen von Ermittlungsausschüssen

Zur Sache

Grundrechtereport 2002
Die Terroranschläge in den USA am 11. September 2001 haben die deutsche Innenpolitik verändert. Wie passen die neuen Antiterrorgesetze zu Geist und Buchstaben des Grundgesetzes? Der "Grundrechtereport 2002" geht dieser Frage ausführlich nach und gibt neue Impulse für eine notwendige Debatte. Weitere Themen des sechsten "Alternativen Verfassungsschutzberichts" sind u.a.: Die ausufernde Videoüberwachung öffentlicher Räume, die Erosion des Demonstrationsrechts, der heimliche Abbau der Tarifautonomie und die alltägliche Verletzung der Würde alter Menschen in Alten- und Pflegeheimen.
ISBN 3-499-23058-5
Preis im Buchhandel: 9,90 Euro


Nicht orientierungslos!

Castor-SMS und Infohotline und Castor-Alarmseite

Zum für November geplanten Castor-Transport nach Gorleben bieten wir MedienvertreterInnen aktuelle Informationen über unseren SMS-Verteiler an. Rund um den "Tag X" versenden wir regelmäßig Informationen zur aktuellen Lage. Was findet wann und wo statt? Zu Demonstrationen und Aktionen, oder besonderen Ereignissen, wird "postwendend" über diesen Verteiler informiert.
Sie können Sich eintragen.

Außerdem ist bereits die Castor-Infohotline geschaltet.
Unter der
Telnummer 0511-9001250666
sind auch jetzt schon aktuelle Informationen über Demonstrationen und Veranstaltungen im Vorfeld des Transports abrufbar. Zum Tag X, während des Transports, wird über diese Telefonnummer Zusätzlich bekannt gegeben, wo sich die Atommüllbehälter gerade befinden.

Unter unserer Internetadresse www.bi-luechow-dannenberg.de sind weitere Informationen und interessante Links zu finden.

Wir gehen momentan von einem Transporttermin rund um den 11. November aus. Sollten Sie einen anderen Termin recherchiert haben, würden wir uns über eine Mitteilung freuen.


Termine & Service

CASTOR-ALARM In der Woche vom 11. November 2002 werden 12 CASTOR-Behälter von La Hague nach Gorleben transportiert

TERMINE

2.11. 11.00 Demonstration in Uelzen, Hammersteinplatz

3.11. 9.00 Fahrrad-Demo der Greenpeace-Jugendlichen Wendland von Reddebeitz zum Endlager Gorleben 11.00 Jubiläumsfeier 25 Jahre BI und Widerstand in Ahaus, Stadthalle Ahaus 17.00 Fackelzug und Demo Atommüllager, Ammeln

7.11. 17.00 Camp-Eröffnung Rehbeck

8.11. 11.30 "Wir tanzen uns warm", SchülerInnen-Demo ab Schule Lüchow zur Polizeikaserne 20.00 Warm-up-Party "Möhringhof" Groß Gusborn mit der Musikgruppe "Meiselgeier"

9.11. 13.00 "CASTOR im 12-er-Pack! Jetzt schlägts 13!" Demonstration und Auftaktkundgebung an der Endlagerbaustelle 12.00 Treffpunkte in Gedelitz und Gorleben 16.00 Internationales Endlager-Hearing Gorleben 2002. Berichte zur Atommüll- und Endlagersituation aus 10 Ländern. Greenpeace-Veranstaltung in Dannenberg, Alte Post. 21.00 Podiumsdiskussion Endlager-Hearing mit Fragen aus dem Publikum

10.11. 9.00 Treffpunkt im Camp Rehbeck zur X1000-Demo von Siemen nach Klein Gusborn 11.00 Fahrraddemo, Verladekran Dannenberg zum Endlager Gorleben 11.00 Greenpeace-Pressekonferenz zum internationalen Endlager-Hearing Gorleben mit allen Vertretern, Pressecamp vor dem Verladekran Dannenberg

11.00 Warmlaufen in Lüneburg, Treffpunkt Marktplatz 12.00 Eröffnung "Das Wendland wir ver-rückt!" Dörferneugründungen entlang der Transportstrecke. Koordination: 05846 2339 + 0172 326 0985 15.00 Warmlaufen in Lüneburg, Treffpunkt Marktplatz

11.11. 11.11. bis 13.13 Uhr "CASTOR Allaf und Helau - De Zoch kütt?" Umzug vom Marktplatz Dannenberg zum CASTOR-Verladebahnhof Alle Menschen sind unter dem Motto "WiderSetzen" zum Kaffeetrinken bei BürgerInnen aus Hitzacker eingeladen, wenn der CASTOR in Lüneburg ist. 15.00 Demonstration / Kundgebung in Lüneburg 18.00 Kundgebung zum Stand der Dinge, Marktplatz Dannenberg 20.00 Kundgebung zum Stand der Dinge in Hitzacker, Freiherr-von-dem-Bussche-Platz

12.11. und 13.11. jeweils 18 Uhr: Kundgebung zum Stand der Dinge, Marktplatz Dannenberg

Mit uns immer 5 Minuten eher informiert - kalt... warm... wärmer... heiß! - Wo ist der CASTOR?

CASTOR-Info-Telefon 0511 900 125 0666 immer Aktuelles zum CASTOR-Transport

Bitte im BI-Büro oder im Internet in den SMS-Infoverteiler eintagen: http://www.oneworldweb.de/castor/presse/biprmtlg/2002/quartal13/0925sms.html

CAMPS & UNTERKÜNFTE ß Lüneburg Clamartplatz. Bettenbörse: Tel. 0170 4458500 ß Göhrde "Region Aktiv" Tür und Tor für den Widerstand. Anmeldung Telefon und Fax: 05862 985991 ß Hitzacker ß Rehbeck: BI und X1000, Tel. 05841 973820, täglich Informationen um 10 Uhr zum Stand der Dinge

INFOPUNKTE & INFOTELEFON ß Metzingen ß Dannenberg Marktplatz ß Gorleben ß Lüneburg: Infotelefon 04131 48599 und BI Uelzen 05821 477325 ß Dahlenburg: Infotelefon 04131 48599, 0174 7276, 05823 953454 ß Göhrde: Infotelefon 05862 985991 ß Bremen: Infotelefon 0421 79479684 ß Hamburg: Infotelefon 040 431196 ß Berlin: Infotelefon 030 23003120

INTERNET
www.bi-luechow-dannenberg.de
www.castor.de
Während des Transports wird folgende Seite ständig aktualisiert: http://www.oneworldweb.de/castor/ticker/index.html

www.baeuerliche-notgemeinschaft.de
www.x1000malquer.de
www.indymedia.org.de
www.ligatomanlagen.de

ERMITTLUNGSAUSSCHUSS
Telefon 05841 979430
Fax 05841 979440

SANIS Telefon 05882 987436

 

Impressum

Die "Gorleben-Rundschau" erscheint 8-10mal jährlich und wird herausgegeben von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder. Für Neuerungen und produktive Anregungen sind wir immer ansprechbar. Es ist erwünscht, eigene Texte zum Thema Atomkraft, Gorleben und erneuerbare Energien einzubringen; sie werden gerne veröffentlicht, sofern sie in den Kontext der Ausgabe passen.

Redaktion: Udo Krause

Mitarbeit: Francis Althoff, Peter Bauhaus, Wolfgang Ehmke, Dieter Metk, Jochen Stay

Satz, Gestaltung: CK Grafik, Fließau/Zernien

 

Auflage: 2.002

BI-Büro, Drawehner Str. 3, 29439 Lüchow Tel.: 05841 / 46 84 Fax: 05841 / 31 97

Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr, Sa: 9-12 Uhr, Di, Do: 15-18 Uhr.

Spendenkonto der BI: KSK Lüchow BLZ 258 513 35 Konto 2 060 721

Anmerkung der Castor-Nix-Da Redaktion:

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Bearbeitet am:14.09.2002 /ad


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