Till Bastian
PLUTONIUM oder Wer
Pandoras Büchse öffnet
Im Auftrag der Internationalen
Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung
Zweite, erweiterte und aktualisierte Auflage - Berlin 1995
| Vorbemerkung
Denn auch wenn wir die Geschichte wissenschaftlicher Vorhersagen - oder sollten wir lieber gleich sagen: anmaßender Selbstüberhebung - rückblickend studieren wollen, dann ist 1994 ein durchaus wichtiges Jahr gewesen. Nehmen wir zum Beispiel eine Umfrage zur Hand, die die Zeitschrift "Naturwissenschaftliche Rundschau" 1967 unter nach ihren Zukunftsprognosen befragten wissenschaftlichen Experten veranstaltete.' Nach dieser Expertise sollte just 1994 das Jahr sein, in dem ein umfassender Impfschutz gegen alle Krankheiten und Seuchen erstmals möglich werde ... Daß die Realität anders aussieht,
wissen wir heute, wir kennen die Realität des Jahres 1994, die mit solchen Prognosen
nicht das geringste gemein hat! In ähnlicher Weise gibt die Geschichte des Ultragiftes Plutonium allen denkbaren Anlaß, an jenen Experten zu zweifeln, die uns auch heute noch machbare Wunder versprechen, alle Risiken unter Kontrolle wissen wollen und ansonsten stets verkünden, daß Angst ein schlechter Ratgeber sei. Vor solchen Experten kann man gar nicht genug Angst haben. Hoffentlich trägt die schreckliche Geschichte des Plutoniums zur Verbreitung dieser Einsicht bei - und zur Schärfung der entsprechenden Wachsamkeit.
Die Broschüre ist zu Beziehen: Verlag und Herausgeber: oder bei der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg (Wir bitten um Verständnis, daß die Bestellung und der Versand nur per Post möglich ist.) |
Bearbeitet am:30.05.1998/ad