Leserbrief der

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vom 30.06.2010

Bis in die Grasnarbe geschreddert

Betrifft: Artikel "Die Bahn gibt klein bei" (EJZ vom 21. Juni) und zum Leserbrief "Wäre der BI ein Unfall lieber?" von Michael Suhrke, Schnackenburg (EJZ vom 28. Juni)

Schön, dass es aufmerksame, gut informierte Bürger wie Herrn Suhrke aus Schnacken-burg gibt! Nur wurden bei den sogenannten Verkehrswegesicherungsmaßnahmen durch die Bahn, um die es hier geht, eben nicht, wie behauptet, die Sichtdreiecke an den Bahnübergängen freigeschnitten. Das wird unabhängig von diesen Arbeiten von anderen Unternehmen durchgeführt und war nicht der Stein des Anstoßes. Zum Zeitpunkt des Tierartenmassakers waren die meisten Sichtdreiecke an der rund 50 Kilometer langen Strecke bereits freigeschnitten.

Von einer Unfallgefahr konnte hier keine Rede sein, wird dieses Freischneiden doch regelmäßig kontrolliert und bei unzureichender Durchführung dasentsprechende Unternehmen zur Nachbesserung angemahnt.

Hier geht es um ein großräumiges Freischneiden von etwa zwölf Metern in der Breite, sechs Metern in der Höhe und (besonders schlimm) Schreddern bis in die Grasnarbe von großen Bereichen an der gesamten Bahnstrecke in einer für die Tierwelt besonders empfindlichen Zeit, nämlich nachts im Frühsommer!

Unsinnig für die Verkehrssicherheit vor allem deswegen, weil bereits vor wenigen Monaten Arbeitertrupps sowohl mit Teleskopsägen als auch mit Freischneidern auf dem ganzen Streckenverlauf die Verkehrssicherheit, wie alle paar Jahre üblich, auf Vorrat hergestellt hatten. Eine Maßnahme, wie die kritisierte, hat es in der Form auf der Strecke wohl noch nicht gegeben. Gegen das Freischneiden der Sichtdreiecke oder der P-Signale protestiert niemand.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass man die besagte Aktion vielmehr in Zusammenhang mit dem nächsten Atommülltransporten sehen muss und die unteren Naturschutzbehörden sich vielleicht auch aus diesem Grund mit der Forderung, solche Arbeiten nach dem 30. September durchzuführen, nicht durchsetzen konnten.

 

Wolf Kobernuß,
Neetzendorf

Bearbeitet am: 30.06.2010/ad


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