Wäre der BI ein Unfall lieber?
Betrifft: Artikel »Die Bahn gibt klein bei» (EJZ vom 21. Juni)
Ein Hoch auf die BI Dahlenburg! Da wurde wieder einmal demonstriert, ohne vorher zu beleuchten, warum eigentlich der Rückschnitt stattfindet. An den zahlreich ungesicherten Bahnübergängen müssen Sichtdreiecke vorhanden sein, damit ein Autofahrer den Zug bei Annäherung erkennt.
Mal abgesehen davon, dass er eh am Andreaskreuz anhalten muss, dass einem Stoppschild gleichzusetzen ist. Für den Lokführer sind die Sichtdreiecke noch wichtiger, da er so bei Annäherung eines Autos, welches nicht am Bahnübergang hält, noch rechtzeitig eine Schnellbremsung einleiten kann, um einen Unfall zu vermeiden. Ist ja schon oft an dieser Bahnstrecke passiert. Wenn die Vegetation so üppig wuchert wie zurzeit, ist es auch während dieser Zeit vonnöten, die Sichtdreiecke freizuschneiden - oder wäre der BI ein Unfall lieber? Man könnte die Bahnübergänge auch technisch sichern, aber das ist Dank des Landesverkehrsministers und seiner so weitsichtigen Verkehrspolitik in diesem Landkreis nicht möglich. Dann wäre auch ein Ein-Stunden-Takt mit erhöhter Streckengeschwindigkeit und mit zwei Triebwagen möglich und man bräuchte sich nicht mehr über die B216 zu quälen. Also vorher sich erst einmal erkundigen, warum Rückschnitt stattfindet. Nichts gegen Tierschutz, aber hoffentlich war der Pelzkragen am Mantel der abgebildeten Person nicht echt.
Michael Suhrke,
Schnackenburg