Leserbrief der

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vom 09.11.2007

Alternative Standorte zügig erforschen

Betrifft: Suche nach einem atomaren Endlager

Seit nunmehr rund neun Jahren drücken sich diverse rote bzw. grüne Bundesumweltminister um eine deutliche Ablehnung des Standortes Gorleben als atomares Endlager. Wie in vielen anderen Jahren zuvor ist in diesem Jahr auch BUM Gabriel anscheinend nicht in der Lage, einige wesentliche Zusammenhänge zu begreifen.

1. Der hochradioaktive Atommüll in Gorleben steht oberirdisch herum und stellt als solcher eine erhebliche Gefahr dar.

2.Unter anderem durch Risse im Salzstock, mögliche Laugeneinbrüche und zahlreiche weitere Mängel des Salzstocks als Wirtsgestein kann die Geeignetheit des geplanten Endlagerortes Gorleben nicht festgestellt werden. Die daraus resultierende wahrscheinliche Ungeeignetheit lässt nichts anderes als eine Ablehnung des Standortes zu.

3. Die durchaus reale, tödliche Gefahr, die in Gorleben im oberirdischen Zwischenlager lauert, an Demonstrationen gegen das völlige rot-grün-schwarze atompolitische Versagen bleiben uns Wählerinnen und Wähler noch zwei wichtige Optionen:

4. Nach knapp zehn Jahren davon zu sprechen, Anfang 2008 Anforderungen an eine Lagerstätte zu veröffentlichen, zeigt sehr deutlich die völligen Versäumnisse der vorigen Jahre auf. Nach einer angemessenen Planungsphase müssten mittlerweile die Erkundungsarbeiten an etwa drei alternativen Endlagermöglichkeiten in vollem Gange sein.

Fazit: Neben der Teilnahme

a) der ganz einfache (und mittlerweile auch finanziell günstigere) Wechsel zu einem atomstromfreien Anbieter und erfordert ein solides und zügiges Erforschen alternativer Lagermöglichkeiten.

b) die Teilnahme an der bevorstehenden Landtagswahl unter Vergabe des Kreuzes an einen atompolitisch unabhängigen Kandidaten.

Marco Böckem, Schweskau

Bearbeitet am: 09.11.2007/ad


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