Leserbrief der

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vom 04.12.2006

Gelten Menschenrechte nicht?

Betrifft: Blockade in Pudripp

Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet, da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, dass einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt, da zeigen Wörter wie „deutlich höhere Schlagzahl" oder ein „völlig korrekt verlaufender Einsatz in Pudripp" deutlich, dass es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen.

Die Polizeileitung muss sich bei allen eingesetzten Demonstranten und Polizeibeamten/ innen für die Überschreitungen der Menschenrechte entschuldigen. Die Wiederherstellung der Menschenrechte muss sofort im Landkreis Lüchow-Dannenberg erfolgen, fordern viele Bürger, die nicht in Deutschland und im Landkreis Lüchow-Dannenberg wohnen. Die Routine und „Abstumpfung" der „eingeplanten" Gesetzesüberschreitungen müssen untersucht werden sowie, warum eine Menge Polizeibeamten nach dem Castor-Transport alle Spuren sorgfältig von allen Straßen im Landkreis Lüchow-Dannenberg „geborgen" haben. Kann die Polizei dokumentieren, dass sie damit nicht wichtiges Dokumentationsmaterial „vernichtet" hat, was sie selber später „belasten" könnte?

Benutzt die Polizeiführung diese Strategie bewusst, um Polizisten an das Übertreten der Menschenrechte zu gewöhnen? Diese Strategie hat man ja schon häufiger gesehen in der deutschen Geschichte.

Bjørn Kay, Marstal,
Dänemark

Bearbeitet am: 04.12.2006/ad


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