Leserbrief der

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vom 04.12.2006

An den Haaren herbeigezogen

Betrifft: Zum Leserbrief „Kollektiver Gruppenzwang" vonPeter-R. Diercks, Lüchow (EJZ vom 23. November)

In seinem Leserbrief vergleicht Herr Diercks die CastorDemonstranten mit den treudoofen Leuten, die auf Hitlers Kriegsfrage „Ja" geantwortet haben., Ich halte diesen Vergleich für an den Haaren herbeigezogen, für schlichtweg falsch.

Gucke ich mir Inhalt und Stil seines Leserbriefes an, so fällt auf, dass er zu der Generation gehören könnte, die uns jetzigen Schülern den ganzen Müll beschert hat. Seine Art zeigt, dass er wahrscheinlich zu den Leuten gehört, die damals nicht gegen den Atomstaat auf die Straße gegangen sind. Schade!

Wir setzen uns gegen die Gefahr, die, aus diesem Müll hervorgeht, auf die Straße und lassen dem Staat nicht alles durchgehen. Da frage ich mich: Wer gehört(e) wohl eher zu den TreuDoofen, Herr Diercks oder ich? Ich habe mir meine Antwort schon gebildet. Auch der Vorwurf, die Seelsorger hätten nichts gegen die Eierwerfer getan, ist schlichtweg falsch. Ich selber habe gesehen, wie die Seelsorger die Eierwerfer angesprochen haben. Genau wie Herr Diercks denke ich aber auch, dass Eier nicht auf Demos gehören. Sollte Herr Diercks doch an Demos teilgenommen haben, so finde ich das gut und entschuldige mich für meine Vorwürfe. Sein Leserbrief ist dann aber noch unerklärlicher.

Noch ein Tipp: Der nächste Castor kommt bestimmt. Vielleicht sollte Herr Diercks mal zu den Demos kommen, um sich zu informieren.

Jan Mävers,
Müggenburg

Bearbeitet am: 04.12.2006/ad


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