Wenn man den Bericht über das Kuscheltreffen von Herrn Bütikofer und der Bürgerinitiative liest, staunt man über die Vergesslichkeit des Bundesvorsitzenden der Grünen, oder setzt er auf die Vergesslichkeit des Wählers? In den letzten sieben Jahren hat Jürgen Trittin den Castor transportieren lassen, kein Wort mehr über die unverantwortlichen Risiken, die der Merkel"-Castor angeblich hatte. Er durfte doch nur transportieren lassen, wenn er die Garantie für die Sicherheit als gegeben angenommen hat, oder? Gibt es einen prinzipiellen Unterschied zwischen den Castor-Behältern vor der rotgrünen und nach der rot-grünen Zeit? Ist der Castor anders, weil Herr Gabriel ihn jetzt transportieren lässt? Nein!
Schon den Vertrag mit den Energieversorgern vergessen? In diesem Vertrag, auf den RotGrün so stolz war, sind drei wesentliche Dinge festgelegt:
1. Das Endlager Schacht Konrad wird von Rot-Grün genehmigt, weil geeignet. Es gibt interessante Briefe des Bundesamtes für Strahlenschutz an die damalige SPD-Landesregierung zur Genehmigungsfähigkeit des Schachtes Konrad, von dem sogar Gerhard Schröder annahm, er könne auch hochradioaktive Abfälle aufnehmen.
2. Der Salzstock in Gorleben wurde grundsätzlich als eignungshöffigbezeichnet.
3. Zum Schutz des Salzstockes vor dem Zugriff Dritter (Salinas?) wurde eine Veränderungssperre erlassen.
Für die angeblich so klaren Beweise der Nichteignung von Gorleben sind bis heute keinerlei wissenschaftlich belegbare Beweise vorgelegt worden. In der Zeit von Herrn Trittin sind sieben Jahre ins Land gegangen zur Abarbeitung der Zweifelsfragen am Salzstock Gorleben. Die Ergebnisse gab es nur für einen exklusiven Kreis. in der Zeit der CDU wurden solche Ergebnisse öffentlich diskutiert, bei Rot-Grün geschah es in Hannover hinter verschlossenen Türen. Die Erneuerung der Kampfgemeinschaft BI/Grüne ist deren Sache, vergeben - vergessen. Der Bürger kann nur notieren: Grüner Castor = guter Castor, SPD-Castor = schlechter Castor.