Endlich einmal eine: deutliche Politikeraussage: Ich glaube nicht, dass Gorleben nicht geeignet ist." Doppelte Verneinung heißt Bejahung. Hätte der Sprecher Mut, hätte er sagen müssen: Ich glaube, dass Gorleben geeignet ist." Unionsfraktionschef Kauder gibt die Richtung an. Schluss mit-.den völlig überflüssigen Untersuchungen des Salzstockes; Schluss mit weiteren Standorterkundungen. Hat unsere notleidende Industrie nicht schon genug Geld aus dem Fenster geworfen? Gorleben steht eigentlich schön fest als Endlager." Und ein Endlager, brauchen wir sowieso, ob nun mit Atomausstieg oder ohne. Also nehmen wir Gorleben.. Basta! Welch einbösartiger Zynismus angesichts der Angst der hiesigen Bevölkerung um das Leben ihrer Kinder und Kindeskinder, angesichts der mahnenden Worte etlicher Sachverständiger. Aber es geht ja nur um eine Million Jahre. Das haben wir doch fest im Griff, auch ohne-jede Sachkenntnis. Und wenn es nicht gut geht?
Ja, was interessiert uns das im Badischen? Das trifft doch nur die im Norden und Nordosten, vor allem dieses unappetitliche Pack aus dem Wendland, wie uns schon vor Jahren sein Partei Kanther genannt hatte. Hat diese' ungeheure menschenverachtende Ungezogenheit dieser CDU-Politiker etwa; ihren Ursprung in der Namensähnlichkeit?
Werter Herr Kauder, wir Wendländer haben Herrn Kanther und seinen Ausspruch nie vergessen, und Sie, werden wir ebenfalls in Erinnerung behalten! Wundem wir uns über Politikverdrossenheit unserer Mitbürger? Das muss nicht sein.' Wer uns solche Vorbilder (Fraktionschef, Minister) bietet, hat keinen Grund zum Wundern!