Wie hoch das Vertrauen der Fachbehörden in die langfristige Standsicherheit eines Salzbergwerkes ist, kann man derzeit zwei Landkreise weiter, im Landkreis Celle, erleben: Dort wird das Steinsalzbergwerk Niedersachsen Riedel in Wathlingen und Hänigsen geschlossen. Im Abschlussbetriebsplan wurde dem- Unternehmen Kali und Salz" zur Auflage gemacht, das Bergwerk mit Wasser zu fluten. Weil sonst die Gefahr nicht abgeschätzt werden kann, dass es irgendwann einmal unkontrolliert mit Grundwasser vollläuft und dies mit erheblichen und unter Umständen katastrophalen Auswirkungen auf die Oberfläche verbunden sein kann (Bildung von plötzlichen Erdtrichtern etc.).
Diese Auflage wird grundsätzlich bei der Schließung von Salzbergwerken in Deutschland gemacht, natürlich auch bei Bergwerken, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden. Daneben gab es in der Vergangenheit natürlich auch noch die Fälle, wo Bergwerke auch schon mal während des Betriebes plötzlich mit Wasser vollgelaufen sind: Ronnenberg bei Hannover ist so ein Beispiel.
Und nur in Gorleben, gerade in Gorleben, soll das alles nicht gelten?