Leserbrief der

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vom 18.11.2006

Aggression geschürt

Betrifft: Castor-Transport

Eigentlich war mit den alljährlichen Ritualen auch nach dem diesjährigen Castor-Transport zu rechnen. Unbegreiflicher denn je war mir aber diesmal die Vielzahl von Schuldzuweisungen dafür, dass auch 2006 der Transport nicht so reibungslos verlief wie zuvor angekündigt.

Auf Pressekonferenzen wird einerseits wieder in hohem Maße Selbstzufriedenheit ausgestrahlt, andererseit die gestiegene Aggression beklagt. Worin aber ist die Aggression begründet? Entweder sind die Strategen blind oder komplett ahnungslos. Dabei würde ein Volkshochschul-Grundkurs in Psychologie ausreichen, um Antworten zu finden.
Wer miterlebt hat, wie in in den Tagen vor dem Transport satzerallüren" im normalen Dannenberger Straßenverkehr sichtbar wurden (zum Beispiel durch kurzzeitiges und offenbar unbefugtes Benutzen von Blaulicht, um sich beim Ausfahren aus Nebenstraßen Vorrechte zu verschaffen), dem konnte „der Hals dick" werden. Waren die Beerdigungen in Lüggau am Freitag, dem 10. November, so bedrohlich für die öffentliche Sicherheit, dass während der Trauerfeier Hubschrauber in geringer Höhe über den Friedhof fliegen und dass Streifenwagen den Parkplatz vor dem Friedhof. kontrollieren mussten?

Wen wundert's, dass Aggressionen bei jenen aufkommen, die vor Ort leben. Vom grünen Tisch aus der Ferne kann man da offenbar kein Verständnis erwarten.

Die „Gorleben"-Äußerungen von Herrn K. in A. (ja, haben wir denn schon wieder Wahlkampf ?) kann man da nur noch als dummerhaftiges Geschwätz bezeichnen.

Hans Ulrich Krieger,
Dannenberg

Bearbeitet am: 18.11.2006/ad


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