Leserbrief der
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vom 12.11.2004
Betrifft: Castor-Transport
| Sébastien wurde in Avricourt (Frankreich) vom Atommüllzug getötet,
seine Freunde kamen trotz dieses Grauens einfach in den Knast - drei Tage ohne jeglichen
Anwaltsbeistand: atommilitaristisches Vorgehen! Weil vorher schon eine Ankettaktion auf
der derselben Strecke gut verlaufen war, hätte der Lokomotivführer achtsam sein und fest
damit rechnen können, dass mehr Aktionen auf der Strecke möglich waren. Nach Tötung von
Sébastien hätte der Todeszug nicht weiterfahren dürfen. Stattdessen rollte der Todeszug
mit hoher Geschwindigkeit weiter. 'Zeit ist Geld für Kapital-und Militärgeschäfte.
Dafür geht die Atomindustrie in Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen über Leichen.
Immer wieder fallen Menschen gutgläubig auf Beschwichtigungsversuche und gespielte
Dialogbereitschaft der Atomindustrie und ihrer Büttel rein. Aber diese "Organe"
sind an ihren Taten und der Ausstiegslüge zu messen. Rund um die Welt gehen Menschen und Natur zugrunde durch die Verseuchungen des Umweltverbrechens, das verlogen "Kernkraft" heißt und tödlichen Uranabbau samt Verstrahlung und Vergiftung der Welt ist, das soziale Gefüge und Kultur zerstört. Wer dazu hilft, das durchzusetzen, ist kein "Gesprächspartner", sondern ein Gegner, egal in welcher Partei oder von welcher Seite. Wer da die WiderstandAktionsformen und nicht den Atomstaat in Zweifel zieht, wer da "vermittelt" und nur von einem "Konflikt" spricht, hilft bei der Verschleierung der menschenverachtenden Ursachen. Solche Zustände brauchen zur Verschleierung der "Legitimation" scheindemokratische Behördenakte und als Mitspieler den gesprächsbereiten sozialverträglichen Protest. Ilona joerden, Göhrde |
Bearbeitet am: 12.11.2004/ad