Leserbrief der
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vom 28.11.2003
Betrifft: Castor-Transport
| Warnlampe leuchtet? Birne überkleben! Offiziell besetzten 13 000
Gewaltbereite und Gewalttäter/innen in Uniform das Wendland, vermummt u. a. durch
überklebte Erkennungsnummern. Bezirksregierungs erlasse treten die "Herren (und
Damen) der Straße" bekanntermaßen mit Füßen. Und indem die Regierung das.Jahr um
Jahr konsequenzenlos duldet, heißt sie es zumindest aus Sicht der, Täter gut und
ermuntert diese zu Weiterem. Wie viele tausend "Verdeckte" (Spitzel) und Provokateure, von denen schon so einige durch ihre Pannen bekannt wurden, kommen noch hinzu? Jeder Bürger soll ruhig demonstrieren - so weit es keiner merkt: weit genug vom Ort und der Zeit des Geschehens entfernt und vorausgesetzt, der Weg führt nicht an den allgegenwärtigen Einsatzkräften vorbei, die sich einmal wieder einen Kilometer von einer Transportstrecke entfernt als Straßensperre hervortun, weil ihnen ein von der Bezirksregierung genehmigter Laternenumzug irgendwo jenseits der Strecke nicht passt Bewegungsfreiheit? Meinungsfreiheit? Demokratie? Erinnerungslos und brav werden Gefangenenzahlen verbreitet - ohne zu erwähnen, wie verschwindend gering die Stunden legal Festgehaltener stets sind und wie viele Menschen wohl dieses Jahr wieder wie Verbrecher behandelt wurden, weil sie demokratische Rechte wahmahmen. Was die "staatliche Gewalt" von Mitmenschen, und Menschlichkeit hält, haben wir nicht erst durch das "unappetitliche Pack" oder dem völlig selbstverständlich verfolgten Vorhaben, Menschen in Käfige zu sperren, begriffen. 2003 wurde, die Zahl der Gefangenen selbst nach dem Castorzug schnell noch einmal erhöht! Will man etwa mit den nichts ahnend und illegal ihrer Freiheit Beraubten neue, für 2004 geplante, diktaturwürdige Gesetze rechtfertigen, uni dann jedermann in seiner Intimsphäre abhören und videografieren zu dürfen? Ohne konkreten Verdacht! Passend zur "Eignungshöffigkeit" des Salzstocks die "Verbrechenshöffigkeit" der Bevölkerung? Wer Straftaten vorbereitet, ist damit wohl kaum zu fangen. Wem also gilt das wirklich? Akten anlegen für später? Über wen? Für wann? "Weinende Castoren": Wissend wurden außen verseuchte Behälter fünfzehn Jahre von allen Beteiligten hin und her geschleust - bis Frankreich dem Treiben ein Ende setzte. Strafverfolgung? Nein. "Furzender Castor", wie harmlos: Ursache? Falschrechnungen: nicht offen gelegt! Verstümmelte Stoßdämpfer? Behörden genehmigen, was nicht genehmigungs~ fähig ist. Falltest? Betrug! Völkerrechtliche Vorträge? Lüge! Lernen wir aus unserer Geschichte? Ein kluger Weg ist oft schwierig, nicht erst nach PISA. Aber ist es denn besser, Angenehmes zu glauben als Richtiges wahrzunehmen? Beruhigen wir uns lieber mit Hochglanzverdummung? Nach mir die Sintflut? Nein! Horst Baumhauer, Hitzacker |
Bearbeitet am: 28.11.2003/ad