Leserbrief der
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vom 28.11.2003
Betrifft: Castor-Transport
| Die Reaktionen und Gespräche, die der Castor-Transport immer wieder
entfacht, erstaunen und erschüttern mich immer wieder. Da gibt es Menschen, die glauben
tatsächlich den Politikern noch, obwohl täglich Beweise vorgelegt werden, dass keiner
verlogener ist als ein Politiker. Da gibt es doch tatsächlich nach den schweren
Auswirkungen von Tschernobyl Leute, die glauben, dass man Atomenergie beherrschen und
,friedlich nutzen kann. Doch viel schlimmer und richtungsweisender sind die Berichte, die
uns von Gefangenensammelstellen berichten. Gefangene, so habe ich gelernt, gibt es nur im
Krieg! Eine Gesellschaft hat Gefängnisse zur Unterbringung von verurteilten Straftätern,
die man dann Inhaftierte nennt. Folglich findet Jahr für Jahr hier im Wendland ein Krieg
statt, in dem aber nur Streitkräfte der Atomlobby und der Politiker Gefangene machen.
Hier bekriegen also vom Volke Gewählte ihre Wähler. Allein schon diese Tatsache gibt darüber Aufschluss, ob, der Transport von Atommüll rechtens ist oder nicht. Wer geballte Gewalt einsetzen muss, so hat uns auch schon die Geschichte gelehrt, ist immer im Unrecht, denn die Wahrheit und Redlich Redlichkeit braucht keine Gewalt. Mit diesem Krieg sollen Tatsachen geschaffen werden, die dann die Suche nach einem Endlager erübrigen würde, denn den Müll noch einmal durch Deutschland fahren, will keiner bezahlen, somit ist Gorleben jetzt schon von den Politikern und der Atomwirtschaft als Endlager festgelegt. Die Politiker, die vormals mit den Demonstranten auf der Straße waren, die gegen ,Atomenergie und -nutzung demonstrierten wie Schröder und Trittin, verraten heute die, die sie um dieser Gemeinschaft willen gewählt haben, für den Profit für den Posten! Doch die anderen machen es auch nicht besser, siehe Frau Merkel, als sie für den Atommüll als Bundesministerin verantwortlich war. So bleibt nur der tägliche Widerstand, immer wieder die Mitmenschen aufrütteln, damit auch morgen noch das Wendland bewohnbar und nutzbar ist. Der Atomwiderstand muss sich an den Demonstrationen ausrichten, die zur Wiedervereinigung Deutschlands geführt haben, denn ständige Präsenz zermürbt die Politik und bringt den Erfolg. Herbert Flügel, Lüchow |
Bearbeitet am: 28.11.2003/ad