Leserbrief der
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vom 30.05.1998
Grenzwerte das "hinzunehmende Risiko"
Betrifft: "Merkel und die Atomwirtschaft"
| Das mit dummdreister
Miene von der "noch" Bonner Umweltministerin am 25. Mai vor der versammelten
Presse abgelesene Zitatwort, "es steht fest, daß die Transporte zur Cogema in La
Hague zu keinem Zeitpunkt eine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung und das
Personal bedeuteten", beinhaltet eine bisher noch nicht dagewesene Ungeheuerlichkeit.
Hier wird erstmals von einem Regierungsmitglied offen für den "Perfekten Mord",
wie ihn der Autor Ralph Graeub in seinem Buch "Der Pettkau-Effekt" beschreibt'-
sogar für eine rücksichtslose, heimliche Überschreitung der festgesetzten radioaktiven
Grenzwerte - in verharmlosender Art zugunsten der Atommafia Propaganda betrieben. Jeder weiß inzwischen - auch der Physikerin Merkel dürfte es nicht unbekannt sein -, daß durch radioaktive Niedrigstrahlung, auch unterhalb der festgelegten Grenzwerte, durch stochastische Wirkungen der Strahlungen Krebs und enetische Schäden ausgelöst werden. Dies gilt auch für in den Körper gelangende radioaktive Partikel von kontaminierten Außenflächen der Transportbehälter. Strahlenschutzgrenzwerte stellen also nur das "hinzunehmende Risiko" dar, welches Regierungen ihren Bürgern zumuten. Es gibt also keine unschädliche
Schwellendosis. Strahlenwirkungen im Niedrigdosisbereich werden inzwischen von
unabhängigen Wissenschaftlern um ein Vielfaches gefährlicher gehalten, als sie in
amtlichen Grenzwerten eingeschätzt wurden. Dabei ist die Neutronendirektstrahlung aus dem
Castor mindestens 30mal gefährlicher.
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Bearbeitet am:30.05.1998 /ad