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Infoworkshop
Der Widerstand gegen die Castor Transporte und den Atomstaat, Auch beim nächsten Castortransport ist, wie bei allen vorherigen, wieder mit staatlicher Repression zu rechnen. Wir Menschen reagieren unterschiedlich auf solche Erlebnisse. Doch auch wer im Leben mit manchen krassen Situationen gut zu recht kommt, kann mal an den Punkt kommen, an dem eine scheinbar schon oft erlebte Situation die Eine zuviel ist. Wir als Out of Action wollen in erster Linie emotionale erste Hilfe von AktivistInnen für AktivistInnen leisten. Wir verstehen uns als Teil der Antirepressionsstrukturen. Es ist uns ein Anliegen, dass unser Umgang miteinander sich solidarisch und verantwortungsvoll gestaltet. Folgen von Repression sind keine Privatsache. Sie gehen uns alle an und gemeinsam können wir ihnen etwas entgegensetzen. Was wir machen: Für uns AktivistInnen ist es wichtig zu wissen, Im Vorfeld von politischen Aktionen Aktions begleitend versuchen wir auf Demos/Aktionen, bei denen häufig solche Erfahrungen gemacht werden, für euch ansprechbar zu sein. Beim Castortransport 2008 findet ihr uns auf der Infowiese in Dannenberg. Out of Action Perspektivisch Was ihr machen könnt -Ich- Nimm deine eigenen Reaktionen auf das Erlebte an, z.B. dass es dir gerade scheiße geht. Diese Reaktion ist völlig normal und wird wahrscheinlich von selbst wieder nachlassen. Damit das möglichst schnell geht, begib dich an einen Ort, an dem du dich sicher fühlst und überlege dir ob du Hilfe möchtest. Es ist kein Zeichen von Schwäche nach Hilfe zu fragen. Wenn du blutest klebst du ja auch ein Pflaster drauf! Bau dir keinen Zeitdruck auf und suche die Schuld für das was passiert ist, nicht bei dir selbst. Überleg dir, was dir gut tut. -Du- Warte nicht, bis du von der/dem Betroffenen um Hilfe gefragt wirst. Versuche Sicherheit zu geben und einE gute ZuhörerIn zu sein, anstatt Ratschläge zu geben und Versprechungen zu machen. Akzeptiere, dass dein Gegenüber gerade emotional durcheinander ist und evtl. untypisch reagiert. Lass dich nicht verunsichern und bleibe mit deiner Aufmerksamkeit bei der Person. Achte aber auch auf deine eigenen Grenzen. Bedenke, dass Reaktionen erst nach einiger Zeit auftreten können. Informiere dich über Traumatisierung. -Wir- Formiert eine stabile Bezugsgruppe, die nicht nur zusammen handelt, sondern sich auch vertraut, aufeinander achtet, zuhört und miteinander reden kann. Redet VOR einer Aktion über eure Befindlichkeiten und reflektiert nach einer Aktion wie es euch geht. Legt gemeinsame Grenzen fest und redet über Notfälle. Achtet darauf, dass jedeR zu Wort kommt und macht euch keine Vorwürfe, wenn etwas schief gegangen ist. Bleibt in so einer Situation bei der aktuellen Thematik und rutscht nicht in (Grundsatz-) Diskussionen ab. Nehmt, wenn ihr nicht weiterkommt, gegebenenfalls Hilfe von außen an. Reaktionen, die ein Trauma signalisieren können Solltest du eine Erfahrung gemacht haben, die dich erschüttert hat, sind hier ein paar Informationen, die dir deine Reaktionen auf das Geschehene verständlicher machen können. Die folgenden drei Phasen können nach-, nebeneinander oder auch gleichzeitig auftreten. Sie sind aber keine Bedingung für ein Trauma sondern eine Orientierungshilfe. Wieder erleben des Erlebten Sollten Gespräche mit deiner Gruppe/Freunden die Auswirkungen langfristig (max. 6
Wochen) nicht verbessern, ist es notwendig, sich um professionelle Begleitung zu kümmern. Für uns ist es Ausdruck eines emanzipatorischen Selbstverständnisses, über dieses Thema zu reden und einen bewussten Umgang damit zu finden - anstatt zu verdrängen und vielleicht irgendwann zu resignieren. Repression ist keine Privatsache! Wir sehen uns im November 2008 auf der Infowiese in DannenbergOut of Action Kontaktmöglichkeiten: mail@outofaction.net
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Bearbeitet am: 13.08.2008/ad