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Nachruf auf Heinrich Messerschmidt (1)

der Fachgruppe Radioaktiviät der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg

Die Fachgruppe Radioaktivität der Bürgerinititative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. trauert um Heinrich Messerschmidt, der im 85. Lebensjahr am 18. Juni plötzlich verstarb - mitten aus Gesprächen, Terminen und neuen Vorhaben.

Ungereimtheiten und Merkwürdigkeiten gingen seit der Standortbenennung Gorlebens für ein Nukleares Entsorgungszentrum 1977 über seinen Schreibtisch beim Bauamt in Lüchow, sodaß er sich wie viele Bewohner des Landkreises mit vorher nicht beachteten Fragestellungen um Atomkernspaltung, künstliche Radionuklide, Halbwertzeiten, Grenzwerten und Gesundheitsgefahren herumzuschlagen und diese Fragen mit persönlichen Konsequenzen zu beantworten hatte. Seine Konsequenz waren die mit nie erlahmender Engergie weitergegebenen dringlichen Fragestellungen an alle Verfechter der "sicheren" Atomenergie und eines "sicheren" Endlagers Gorleben bei jeder passenden und erst recht bei jeder unpassenden Gelegenheit, die Einforderung von Ehrlichkeit und Verantwortung bei den politisch Handelnden.

Seine Konsequenz war, die Verseuchung der Biosphäre mit Radionukliden als Verbrechen anzuprangern.

1992, nicht mehr durch berufliche Pflichten gebunden, trat Heinrich Messerschmidt der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. bei und war bis zuletzt in ihrem Beirat.

Wir verlieren einen Mitkämpfer mit einem breiten und profunden Wissensschatz, einen unermüdlichen Kämpfer für eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten, für eine ehrliche Politik, die sich diesem Ziel unterordnet.

Bearbeitet am: 21.06.2011/ad


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