Pressemitteilung
der
BÄUERLICHE NOTGEMEINSCHAFT

(BAUERN GEGEN ATOM)

Bäuerliche Notgemeinschaft
c/o Susanne Kamien
Lange Str. 47,
29439 Lüchow
Telefon und Fax 05841-1829

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Ein Jahr Rot-Grün

Der Trog bleibt der gleiche, nur die Ferkel wechseln".

 „Gerhard wir kommen" – unter diesem Motto startet die Bäuerliche Notgemeinschaft am 13. November eine Stunkparade zum Sitz der rot/grünen ausstiegsunwilligen Regierung in die neue Bundeshauptstadt Berlin. Wir haben das Hüh und Hott in Sachen Atomausstieg satt! Es muß sich etwas bewegen und dies nicht nur auf Seiten des Widerstandes, sondern vor allem bei der derzeitigen Bundesregierung, stellt die Notgemeinschaft fest.

Der Stillstand der Ausstiegspolitik von Schröder und Co. stößt bei den Landwirten

neben Ablehnung und Unverständnis, auch auf Wut und Enttäuschung. Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll die Pilotkonditionierungsanlage in Gorleben in Betrieb gehen, damit wäre der Weg frei defekte Castorbehälter aus dem gesamten Bundesgebiet in der PKA zu „reparieren". Ein Moratorium für das sogenannte „Erkundungsbergwerk" Gorleben ist nicht in Sicht, darüber hinaus soll Schacht Konrad als Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Müll in Betrieb gehen. Durch neue Zwischenlager an den AKW Standorten, kann die von den Betreibern verlangte Dauerbetriebszeit voll genutzt werden. Und eine Aufhebung des Transporteverbotes für Castorbehälter ist ebenfalls in Sicht, in Ahaus wird im Januar/Februar nächsten Jahres mit einem Sixpack aus Neckarwestheim gerechnet.

 Neben Rufschäden für ihre landwirtschaftlichen Produkte, sehen die Bauern die Gefahr der Verseuchung von Land und Tier und die Zerstörung ihrer Existenz – denn Acker kann man nicht evakuieren!

 Verantwortlich für diese katastrophale Politik ist in den Augen der Notgemeinschaft

der angebliche Atomkraftgegner und jetzige Bundeskanzler Gerhard Schröder. An seine Adresse richtigt sich auch der beabsichtigte Protest im Herbst diesen Jahres.

Im Oktober werden mit den Betreibern geneut die Konsensgespräche aufgenommen.

„Vom Wirtschaftssklaven Schröder wird kein Einlenken in einen wirklichen Atomausstieg erwartet" sagt Susanne Kamien für die Notgemeinschaft „und die Konsensergebnisse werden wir niemals akzeptieren". Mit dem Treck nach Berlin wollen die Landwirte Schröder zeigen, was sie von ihm und seiner Politik halten, daß es in ihren Augen keine Verbesserung zur Kohl/Merkel Regierung gibt und sich wieder einmal aufzeigt: Der Trog bleibt der gleiche, nur die Ferkel wechseln".

 Lüchow, den 22. September 1999 

Bearbeitet am: 22.09.1999/ad


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