Pressemitteilung
der
BÄUERLICHE NOTGEMEINSCHAFT

(BAUERN GEGEN ATOM)

Bäuerliche Notgemeinschaft

Carsten Niemann
Dorfstr. 1
29416 Binde

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Internetseite "Gorleben-Dialog" im Koma

"Waren die Ergebnisse seiner Internetumfrage zu Gorleben dem Minister
unangenehm?" fragt die Bäuerlichen Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg.
An der Fragebogenaktion auf der Internetseite "Gorleben-Dialog" haben
sich laut Aussage Dr. Röttgens in zwei Monaten 300 Menschen beteiligt – in
den Augen der Bauern nicht gerade viel für ein derart im Brennpunkt
stehendes Thema. Am 7. Februar wurde die Fragebogenaktion beendet,
eine Auswertung wird auf der Seite für den 14. Februar angekündigt – also
für den Ministerauftritt in Lüchow-Dannenberg. Dort jedoch ist Dr. Röttgen
nicht auf die Umfrageergebnisse eingegangen. Und entgegen der
Ankündigung ist bis heute keine Auswertung erschienen.

Bei anderen
Internetumfragen sei eine parallele Dokumentation der Ergebnisse üblich
und technisch kein Problem, kritisiert die Notgemeinschaft: "Und das
Ministerium aber schafft es nicht einmal, nur 300 relativ kurzen Bögen mit
Kreuzchen an vorgefertigten Fragen innerhalb einer Woche auszuwerten?"
Ein Zeitproblem könne das nicht gewesen sein, denn das Ministerium müsse
auf eine weitaus höhere Beteiligung gehofft haben.

Nach wie vor gäbe es auf der "Dialog"-Seite des Ministeriums lediglich
Presseerklärungen und amtliche Mitteilungen aus dem Jahr 2010,
bemängelt die Notgemeinschaft, von "Dialog" keine Spur. Das sei kein
gutes Zeichen: "Gerade das Internet bietet alle Möglichkeiten für offene
und transparente Debatten mit großer Beteilung, zahllose Diskussionsforen
beweisen das täglich." Weil "Gorleben-Dialog" von einer auf
Internetauftritte spezialisierten Agentur programmiert und betreut wird,
können das nicht an fehlender technischer Kompetenz liegen.

Die
Internetseite des Ministeriums solle offensichtlich keine offene Diskussion
über das Atommüllproblem zulassen, meinen die Gorleben-Kritiker und
stellen fest: "Eine Monolog-Kaskade aus alten Textbausteinen und eine
verschwundene Meinungsumfrage sind auch eine Visitenkarte."

Bearbeitet am: 16.02.2011/ad


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