Pressemitteilung
der
BÄUERLICHE NOTGEMEINSCHAFT
(BAUERN GEGEN ATOM)
Bäuerliche Notgemeinschaft Spenden Konto 138 67 300 Volksbank Clenze (BLZ Z58 619 90) |
vom 02..02.2001
Bäuerliche Notgemeinschaft zum geplanten Castor-Transport:
Ein Käfig voller Narren
| Aus einem Artikel in
der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 27. Januar 2001 geht hervor, das die Polizei auf die
Kooperation mit der Bevölkerung Lüchow-Dannenbergs baut. In Gesprächen mit Anwohnern,
Verbänden und Protestgruppen, möchte die Bezirksregierung ihr polizeiliches Konzept
transparent machen: "Es geht darum, Verständnis für die unterschiedlichen
Positionen zu bewirken und Vertrauen aufzubauen. Die Polizei ist dabei auf die Kooperation
mit allen friedfertigen Bürgerinnen und Bürgern angewiesen und hofft auf deren
Unterstützung, wird eine Sprecherin der Bezirksregierung zitiert. Zur Transparenz der Polizeitaktik gehört u.a. der Aufbau von sechs transportablen Gewahrsamszellen in der Mehrzweckhalle der Polizeiunterkunft in Lüchow. Diese Käfige sollten ursprünglich bei der Expo in Hannover eingesetzt werden. "Die Zellen sind nur für den Fall der Fälle aufgebaut worden. Wir hoffen sehr, daß wir sie nicht einsetzen müssen. Es ist ein Übel, das wir vorhalten müssen", verweist Polizeioberrat Peter Huber, Chef der Polizeiinspektion. Die Bäuerliche Notgemeinschaft teilt die Meinung des Polizeioberrats, daß es sich bei den Käfigen um ein Übel handelt, allerdings ein unnötiges. Mit ihrer heutigen Aktion auf dem Marktplatz in Dannenberg protestiert die Notgemeinschaft entschieden gegen die Androhung der Ingewahrsamnahme. Gerade als Bauern werden wir uns gegen diese Form der artgerechte Menschenhaltung zur Wehr setzen. Der Besuch des niedersächsischen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel ist für die Landwirte aus dem Wendland Anlaß, ihren Widerstand gegen den bevorstehenden Castortransport Ende März zu unterstreichen. In dem EJZ Artikel wird aus Sicht der Notgemeinschaft deutlich, daß bereits im Vorwege des angekündigten Castortransportes nach Gorleben bewußt Bilder von guten und bösen, friedfertigen und gewaltbereiten Demonstranten hervorgerufen werden. Sie empfiehlt der Bezirksregierung mit dem Parteirat der Grünen unter dem Vorsitz von Bundesumwelt-minister Jürgen Trittin, die Deeskalationsgespräche zu führen. Denn die Latscher, Singer und Sitzblockierer, wie Trittin die Transportegegner bezeichnet, stellen für die rot/grüne Bundesregierung und deren sogenannten Atomkonsens offenbar ein Übel dar. Und für dieses Übel werden die Gewahrsamszellen vorgehalten. Statt nutzlosen und uneffektiven Gesprächen bietet die Bäuerliche Notgemeinschaft der Bezirksregierung Kooperationsbereitschaft an. Entlang der Schienen- und Straßentransport-strecke werden von der Einsatzpolizei die Mehrzweckzellen verteilt, incl. Telefon, Toiletten, Ruhemöglichkeit und Decken. Die Notgemeinschaft sorgt mit Siloplane für einen Wetter- und mit Strohballen für Wärmeschutz. Zur Stärkung der erschöpften Demonstrationsteilnehmer wird White Wendish, eine einheimische Schafsmilchspezialität, von BI-Vorständlern gereicht. Unter einer Decke können Polizei und Widerstand dann den weiteren Einsatz und ein gemeinsames Vorgehen bei X-vier deeskalierend klären. Kontakt:: |
Bearbeitet am: 08.02.2001/ad