Pressemitteilung
der
BÄUERLICHE NOTGEMEINSCHAFT

(BAUERN GEGEN ATOM)
vom 12.11.2006

Bäuerliche Notgemeinschaft
c/o Susanne Kamien
Lange Str. 47,
29439 Lüchow
Telefon und Fax 05841-1829

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Erneut erfolgreiche Blockade der Castortransportstrecke

Wie die Bäuerliche Notgemeinschaft erfuhr, gelang es einigen ihrer Mitglieder durch tatkräftige Unterstützung der wendländischen Bevölkerung, den Einsatzkräften ein Schnippchen zu schlagen und ihnen ihre Castor-Suppe kräftig zu versalzen. Trotz massiven Polizeieinsatzes mit Repressionen und Bespitzelung, weiträumiger Versammlungsverbote und Einschüchterungsversuchen bereits im Vorfeld des Castortransportes, konnte erneut die Straßentransportstrecke auf der Süd – Route, in Splietau und Klein Gusborn sowie auf der Nord - Route in Langendorf blockiert werden.

In diesem Jahr griffen die Blockierer nicht auf ihre in den vorrangegangenen Jahren bereits bewährte Methode, sich an einen mit Beton präparierten Traktor anzuketten, zurück. Um ein schnelleres Gelingen der Aktion zu ermöglichen und die Einsatzkräfte auszutricksen, wurde eine fahrbare Betonpyramide entwickelt. An ihr haben sich seit 19.22 Uhr in der Ortschaft Klein Gusborn 4 Personen, und seit 21 Uhr in Langendorf mit 4 Personen der Bäuerlichen Notgemeinschaft und des Gorleben Widerstandes angekettet. Danach kam dann noch eine Aktion in Splietau mit 4 Personen hinzu.

Die wendländischen Pyramiden wurden mit den Symbolen der vier Stromkonzerne EON, Vattenfall, RWE und EnBW versehen, um die Aufmerksamkeit auf die Verantwortlichen der lebensverachtenden Atomtechnik zu lenken. Für die Blockierer stehen die Pyramiden von Gizeh als Zeichen für die Vergänglichkeit aller von Menschenhand geschaffenen Werke, sie bröckeln bereits nach nur 4000 Jahren. Aber Stromkonzerne und Politiker maßen sich an, die Sicherheit von hochradioaktiven Atommüll über 100.000 Jahre zu garantieren.

Nach dem Beinahe-Gau in Forsmark/Schweden, der geplanten Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken und der Aufhebung des Moratoriums für den Salzstock Gorleben gilt für die bäuerlichen Aktivisten um so mehr: „ Wir handeln in Notwehr!“
Sie fordern: „Schluss mit der Entsorgungslüge und der Produktion von weiteren Atommüll“.

Mit ihrer spektakulären Protestaktionen wollen die Gorlebengegner den Menschen Mut machen und sie zum Mitmachen bei Demonstrationen anregen. Seit fast 30 Jahren beteiligen sie sich an dem Protest gegen die Atomanlagen in Gorleben. Bereits die dritte Widerstandsgeneration nimmt an den Aktionen gegen den Castortransport teil. Der Widerstand im Wendland kennt keine Nachwuchsprobleme und das lässt auf einiges hoffen für kommende Transporte......

Wendland, im November 2006

Kontakt: Nadin Timme 0175 7661498
Christin Timme 0170 1223699

Bearbeitet am: 12.11.2006/ad


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