Antrittsbesuch des
Umweltministers Birkner:
FÜR DIE KAMERAS,
NICHT FÜR DIE MENSCHEN
Wir haben uns, zusammen mit anderen politischen
Gruppen, um ein Treffen mit dem neuen Umweltminister bemüht. Gern hätten wir seinen
Antrittsbesuch genutzt, um Minister Birkner unsere Kritik, Sorgen und Vorschläge
vorzutragen und ernsthafte Diskussionen mit ihm zu führen.
Aber der Minister setzt andere Prioritäten:
Bergwerk, Pressekonferenz, politische Gespräche mit den Gastgebern und anderen
Atomfreunden vor Ort, die immer hinzueilen, wenn hoher Besuch kommt. Wir werden die Fotos
noch sehen. Uns konnte das Ministerbüro nur noch eine kurze Audienz im Haus der
Endlagerbetreiber anbieten, zwischen der Abfahrt des Pressebusses und der Abfahrt des
Ministers. Das wirft ein klares Bild auf die Auffassung, die Herr Birkner von seinem
Ministeramt hat.
Fotoshootings statt Diskussionen
Am Umgang seines Hauses mit den Sorgen der
Bevölkerung hat sich nichts geändert: Auch der Vorgänger Sander hatte schon vorgezogen,
Gesprächswünsche aus der Bevölkerung und von ihren gewählten Vertreter/innen zu
ignorieren. Selbst der Einladung des Kreistagsausschusses zu einer Sitzung über die
ungeklärten radioaktiven Strahlenemissionen am Zwischenlager wollte niemand aus dem
Ministerium folgen. Lassen wir also den Herrn Minister Birkner in Ruhe seinen Kaffee
trinken, nach den anstrengenden Fotoshootings im Salz und in der Gorlebener Atomvilla. Wer
weiß, ob sich Gespräche mit ihm noch lohnen - vielleicht ist seine Karriere
schon nach den Landtagswahlen in einem Jahr wieder abgeknickt. Auch wenn man uns in der
Regierung ungern zuhört: Unsere Wählerstimmen haben wir ja noch.
NIEMALS AUFGEBEN!
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