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vom 02.02.2012

Antrittsbesuch des Umweltministers Birkner:

FÜR DIE KAMERAS,
NICHT FÜR DIE MENSCHEN

Wir haben uns, zusammen mit anderen politischen Gruppen, um ein Treffen mit dem neuen Umweltminister bemüht. Gern hätten wir seinen Antrittsbesuch genutzt, um Minister Birkner unsere Kritik, Sorgen und Vorschläge vorzutragen und ernsthafte Diskussionen mit ihm zu führen.

Aber der Minister setzt andere Prioritäten: Bergwerk, Pressekonferenz, politische Gespräche mit den Gastgebern und anderen Atomfreunden vor Ort, die immer hinzueilen, wenn hoher Besuch kommt. Wir werden die Fotos noch sehen. Uns konnte das Ministerbüro nur noch eine kurze Audienz im Haus der Endlagerbetreiber anbieten, zwischen der Abfahrt des Pressebusses und der Abfahrt des Ministers. Das wirft ein klares Bild auf die Auffassung, die Herr Birkner von seinem Ministeramt hat.

Fotoshootings statt Diskussionen

Am Umgang seines Hauses mit den Sorgen der Bevölkerung hat sich nichts geändert: Auch der Vorgänger Sander hatte schon vorgezogen, Gesprächswünsche aus der Bevölkerung und von ihren gewählten Vertreter/innen zu ignorieren. Selbst der Einladung des Kreistagsausschusses zu einer Sitzung über die ungeklärten radioaktiven Strahlenemissionen am Zwischenlager wollte niemand aus dem Ministerium folgen. Lassen wir also den Herrn Minister Birkner in Ruhe seinen Kaffee trinken, nach den anstrengenden Fotoshootings im Salz und in der Gorlebener Atomvilla. Wer weiß, ob sich Gespräche mit ihm noch lohnen - vielleicht ist seine Karriere
schon nach den Landtagswahlen in einem Jahr wieder abgeknickt. Auch wenn man uns in der Regierung ungern zuhört: Unsere Wählerstimmen haben wir ja noch.

NIEMALS AUFGEBEN!

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Spendenkonto: 42 008 904, KSK Lüchow (BLZ 258 501 10)

 

Bearbeitet am: 02.02.2012/ad


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