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vom 07.11.2003

Ein erneuter Castortransport ins Zwischenlager für abgebrannte
Brennelemente nach Gorleben
steht bevor.

Wir protestieren, nach wie vor gegen den Transport  von Atomüll nach Gorleben

Mit dem Zwischenlager in Gorleben wird der Endlagerstandort Gorleben in der öffentlichen Meinung zementiert. Die Zweifel an der Eignung des Salzstockes Gorleben für ein mögliches Endlager sind nach wie vor so groß, dass gefordert wird, weitere Endlagerstandorte zu erkunden. Das ist seit 25 Jahren die kirchliche Position, die jetzt auch von der Bundesregierung geteilt wird., Die Vorschläge des von der Bundesregierung eingesetzten"Arbeitskreises Endlagerung (AK End) werden begrüßt Mehrere andere Standorte sollten zügig erkundet werden, damit eine bestmögliche verantwortbare Lösung für das Problem der Endlagerung von Atommüll gefunden werden kann.

Bundesregierung und Landesregierung bleiben aufgefordert, die Vorschläge des AK End zügig zu verwirklichen.

Pastoren und Mitarbeiter der ev.-luth. Kirchenkreise Dannenberg, Lüchow, Bleckede, Lüneburg und Uelzen stehen wie in den Vorjahren als Seelsorger und Vermittler bei Konflikten zur Verfügung. Das Ziel des kirchlichen Einsatzes ist es, der Erhaltung der politischen Kultur zu dienen, die Demonstranten an die Gewaltfreiheit des Protestes zu erinnern und die Polizei auf die Verhältnismäßigkeit ihres Einsatzes und der Wahl ihrer Mittel hinzuweisen.

Dem Bemühen aller ist es zu verdanken, dass die Anzahl der Verletzten inzwischen verringert wurde.

Die Aufgabe der Polizei besteht einerseits darin, den Castortransport zu gewährleisten und andererseits darin, Demonstrationen im Rahmen unserer Rechtsordnung zu schützen. Dabei muss insgesamt versammlungsfreundlicher und freizügiger als bisher verfahren werden. Es muss für Atomkraftgegner möglich sein, ihre politische Botschaft mit Demonstrationen kund zu tun. Wie aber sollen Demonstrationen möglich sein, wenn selbst Trauernde nicht zu einer Beerdigung und Kirchenvorsteher nicht zu einem Gottesdienst gelangen, weil die Polizei ganze Ortschaften abriegelt? Dergleichen ist bisher leider immer wieder geschehen.

In der Vergangenheit gab es fragwürdige Masseningewahrsamnahmen, bei denen immer wieder einfachste Formen menschlichen Umgangs mißachtet wurden. Das darf sich nicht wiederholen. Diesbezügliche Gerichtsurteile sind zu beachten. Sollte es zu Ingewahrsanmahmen kommen, erwarten wir, dass die nötigen Vorgänge freundlich und zügig geschehen und genügend Richterinnen und Richter vor Ort sind, die die Rechtmäßigkeit der Maßnahmen unverzüglich überprüfen können.

Bei allem, was in den nächsten Tagen geschieht, muss darauf geachtet werden, dass das soziale Klima nicht auf Dauer vergiftet wird.

Jürgen Beecken, Johannes Borowsid, DiethardBrauer, VolkerDobers, Dr. HaiiMgDrucle, Meike Drude, FriedHeh Drude, Stefan u. Nadia EI Karsheh, Udo Engel, Michael Gierow, DetlefHasse, Barbara Heinelt; Jeanette Kamps, Werner fflipp, Jürgen Köhler, Maus-Markus Kühnel, Hans Ulnch Kneger,-PeterKntzoka4 GerdKrumrey, Eckhard u. Theda Kruse, Fnecidch Kuhn, Henning Lüdicke, ICarin Ludiidg-Brauer, Egon Maierhofer, Eberhard Malitius, Gisela Ober, Thorsten Oppermann, Margarete Pauschert, Jörg Prahler, Leoni Renk, Jens Rohlfing, Jan und Eilka Sachau, Henning Schulze-Drude, Eberhard u. Walburg Simon, Birgit Thiemann, Lars Fredeilk Wißmann, HansJürgen Wolters.

(Diese Anzeige ist privat bezahlt)

Bearbeitet am: 07.11.2003/ad


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