NIX-NACH-AHAUS


Home

Stand der Dinge/Aktuell

Express

Termine

Chronik

BI-Lexikon

Blätterwald

Album

International

Forum

Kontakt/Links

 
Da war doch was...

Die Chronik des Widerstandes in Ahaus.


1977

Erste Pläne der Atomwirtschaft werden bekannt in Ahaus ein Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente aus Atomreaktoren zu errichten. Gründung der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" e.V.; Pläne des Bundes, in Gorleben eine Wiederaufarbeitungsanlage und ein Endlager für Atommüll zu bauen.

1978

Nachdem das Land Nordrhein-Westfalen der Stadt Ahaus finanzielle Zuwendungen in Höhe von 49 Millionen DM für die Zusage zum Brennelemente-Zwischenlager Ahaus (BZA) zusagt, erklärt die Mehrheit des Stadtrates seine Zustimmung. Die Nachbargemeinden Legden, Vreden, Enschede (NL), Winterswijk (NL), Heek und Gescher üben Kritik an den BZA-Plänen.

1979

Erste "Strukturhilfe" der Landesregierung im Stadthaushalt von Ahaus (sieben Millionen Mark) für die Zustimmung zum Brennelente-Zwischenlager Ahaus (BZA); Gründung der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG), Einzug der UWG in den Ahauser Stadtrat mit 25,5% der Stimmen; Bund-Länder-Vereinbarung, wonach in Ahaus erst dann Brennelemente aus Leichtwasserreaktoren eingelagert werden dürfen, wenn die Inbetriebnahme des Salzstockes Gorleben als "gesichert erscheint" (Junktim)

1980

Baugenehmigung für ein Zwischenlager in Gorleben.

1983

Baugenehmigung für das Zwischenlager Ahaus.

1984

Klage des Bauern und BZA-Nachbarn Hermann Lenting gegen die Genehmigung; Beginn der Bauarbeiten in Ahaus; Fertigstellung des Atommüllagers Gorleben (BLG).

1985

Baustopp in Ahaus durch das Oberverwaltungsgericht Münster.

1986

Reaktorunglück in Tschernobyl; Bekräftigung von Ministerpräsident Johannes Rau (SPD), das BZA fertigzustellen.

1988

Aufhebung des Baustopps in Ahaus durch das Oberverwaltungsgericht Münster; Richtfest am BZA

1989

Fertigstellung des Zwischenlagers; Aufgabe der im Bau befindlichen Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf; Stillegung des Hochtemperaturreaktors im nordrheinwestfälischen Hamm-Uentrop

1991

Stillegung des "Schnellen Brüters" in Kalkar (Nordrhein-Westfalen)

1992

Transport und Blockade der ersten Castor-Behälter des kleinen Typs THTR/AVR aus Hamm-Uentrop nach Ahaus

1993

Abschluß eines Ansiedlungsvertrages zwischen der BZA und der Stadt Ahaus über den Bau einer zusätzlichen Lagerhalle für "schwach- und mittelaktiven" Atommüll; vorgesehene "Strukturhilfe" von 160 Millionen Mark; Ahauser Jugendliche gründen aus Protest gegen das "Ja" des Stadtrates zum Millionendeal die UWGjugend

1994

Bauantrag der BZA für die zweite Lagerhalle

1995

Erste Castor-Tranport ins Wendland; Erklärung der BZA wenige Tage später, daß nach den letzten 57 Transporten 305 Behälter aus Hamm-Uentrop in Ahaus stehen, damit ist die Lagerhalle nichteinmal zu 1/8 gefüllt; Koalitionsvereinbarung in NRW zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen, wonach in Ahaus nur radioaktive Abfälle aus dem eigenen Bundesland gelagert werden sollen; Information der BZA, wonach auch Brennelemente aus deutschen Forschungsreaktoren nach Ahaus kommen werden; über 500 Menschen aus Ahaus und Umgebung erklären erstmals namentlich in einer Zeitungsanzeige, weitere Atommülltransporte nach Ahaus nicht hinnehmen zu wollen, da das ein Verstoß gegen das Junktim von 1979 und Wortbruch sei

1996

Ablehnung des Ahauser Stadtrates Brennelemente des stillgelegten Schnellen Brüters im BZA zu lagern; Lagerkapazität in Ahaus soll durch einen neuen Castor-Typ in Ahaus verdreifacht werden; zweiter Castor-Transport nach Gorleben

1997

Nach dem dritten Castor-Transport und dem größten Polizeieinsatz in der deutschen Geschichte kündigt die Atomwirtschaft an, den nächsten Transport nach Ahaus zu schicken; katholische und evangelische Pfarrgemeinden aus Ahaus erklären erstmals die Ablehnung der Atomkraft; der erste Polizeieinsatz unter dem neuen Polizeipräsidenten Wimber (Grüne) gerät zu einem Chaos, Jugendliche klagen gegen Polizeiübergriffe; stetig wachsende Zahl von Demonstranten bei den "Sonntagsspaziergängen"; symbolische "Städtepartnerschaft" der Initiativen aus Ahaus und Gorleben, später auch mit Neckarwestheim; es haben inzwischen mehr als 2000 Menschen namentlich erklärt, den bevorstehenden Castor-Transport gewaltfrei blockieren zu wollen

1998

katholische Verbände aus dem Bistum Münster sprechen sich gegen das Zwischenlager Ahaus und Castor-Transporte aus; es wird bekannt, daß der geplante Six-Pack-Transport nach Ahaus von einem noch größeren Polizeiaufgebot gesichert werden soll, als der letzte ins Wendland; erhebliche Einschränkungen der demokratischen Grundrechte sollen während des Transports in Ahaus durchgeführt werden; es verdichten sich die Hinweise, daß der Tag X in der 13. Kalenderwoche stattfinden wird; Gewerkschaft der Polizei NRW bezeichnet den Castor-Transport als "verzichtbar"; "Schwarzer Freitag" am 20. März: das Castor-Six-Pack wird mit massiver Polizeigewalt nach Ahaus geprügelt, der Widerstand im Münsterland ist stark wie nie; der Tag X hat gezeigt; daß Ahaus nicht das billige Schlupfloch für Gorleben ist

In Kürze außerdem hier: die ausführliche Chronik mit allen Ereignissen aus der Ahauser Atommüll-Geschichte


Die Onlinekampagne NIX-NACH-AHAUS ist eine Aktion der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" e.V.

e-mail für Angelegenheiten der Website: nix.nach.ahaus@writeme.com


 

zurück zur Homepage-Ahaus